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Sonntag der verfolgten Jesus-Nachfolger

Am 8. November 2009 stehen in vielen Gottesdiensten die verfolgten Christen in aller Welt im Blickpunkt. In Israel und den palästinensischen Gebieten bilden die Jesusnachfolger sowohl unter Juden als auch unter Palästinensern eine kleine Minderheit, die aus unterschiedlichen Gründen bedrängt wird. Man schätzt, dass es auf beiden Seiten rund 0,2 Prozent der Bevölkerung sind, d.h. insgesamt rund 14'000. Dazu einige aktuelle Berichte:

 

Kritischer Zeitungsartikel in „Ha’aretz“

Am 2. Oktober 2009 erschien in der Zeitung „Ha’aretz“ ein langer Artikel, der die Verbindungen zwischen dem israelischen Innenministerium und der Antimissionsorganisation „Yad LeAchim“ aufzeigte: „Die ultraorthodoxe Organisation Yad LeAchim macht messianische Juden ausfindig, sammelt Informationen über sie und gibt sie an das Innenministerium weiter. Beamte des Ministeriums laden die beobachteten Personen dann zu einer Befragung ein und verwandeln ihr Leben in einen bürokratischen Alptraum. … Meistens handelt es sich um israelische Bürger, die in der Armee dienen, Steuern zahlen und ihren Staat lieben … – doch all dem zum Trotz fühlen sie sich bald wie eine verfolgte Minderheit.“ In den Befragungen werden die Betreffenden über ihren persönlichen Glauben ausgequetscht, ohne dass eine straf- oder zivilrechtliche Anklage vorliegen würde. In den meisten Ländern würde dies gegen die Persönlichkeits- und Religionsfreiheit verstoßen.

Die englische Übersetzung des ganzen Artikels finden Sie unter http://jij.org.il/files/Unbelievable.pdf

 

(Keine) Koscher-Lizenz für messianische Konditorei

Der Fall der messianischen Jüdin Pnina Conforty zieht sich schon lange hin. Sie hatte in Aschdod eine gut laufende Bäckerei-Konditorei aufgebaut. Doch als ultraorthodoxe Juden im Jahr 2006 herausfanden, dass sie messianische Jüdin ist, sorgten sie dafür, dass ihr die Koscher-Lizenz entzogen wird. Dies führte zu einem Umsatzeinbruch, da religiöse Juden von da an wegblieben.

Doch Pnina Conforty gab nicht auf und kämpfte vor Gericht dafür, die Koscher-Lizenz wieder zu erhalten. Am 29. Juni 2009 entschied der Oberste Gerichtshof in Israel, dass der persönliche Glaube von Pnina Conforty ihre Backwaren nicht unkoscher macht.

Mitte Oktober erhielt Pnina Conforty mehrere ernstzunehmende Morddrohungen.

Beitrag über Pnina Conforty im israelischen Fernsehen (mit englischen Untertiteln) http://www.youtube.com/watch?v=bQfN34wmkvc

 

Situation in Arad

In der kleinen Wüstenstadt Arad organisiert eine ultra-orthodoxe Gruppierung seit mehr als vier Jahren andauernden Widerstand gegen die messianischen Gläubigen.

Es werden Demonstrationen organisiert und die messianischen Juden auf der Strasse beschimpft, wenn sie von solchen Ultra-Orthodoxen erkannt werden. Vor dem Versammlungshaus einer Gemeinde stehen jeweils zwei bis drei Orthodoxe und beschimpfen die Gläubigen, wenn sie zum Gottesdienst kommen.

Mitte September verstarb überraschend der Oberrabbiner und Anführer der Gruppe. Dies führte zu noch größerer Unruhe.

Die Ehefrau des Pastors der messianischen Gemeinde berichtet:

„Unsere Stadt kommt nicht zur Ruhe. Am Dienstagabend war es vor unserem Haus besonders schlimm. Die Ultraorthodoxen wissen, dass mein Mann als Pastor dann jeweils einen Dienst außer Haus hat. Sie versuchen mich und unsere Kinder dann besonders einzuschüchtern. Sie schreien ihre Verwünschungen und Beleidigungen und schlagen gegen Abfallcontainer und Fensterläden. Einmal mehr kniete ich mit den Kindern nieder und betete mit ihnen, dass Gott die wilden Demonstranten berührt und uns beschützt.

Ein Ehepaar aus unserer Gemeinde wurde festgenommen, weil sie sich dafür eingesetzt hatten, dass einem Kindergarten für Flüchtlingskinder nicht die Wohnung gekündigt wird. Nach einer Nacht im Gefängnis, unter sehr widrigen Umständen, wurden die beiden am nächsten Tag unter Hausarrest gestellt. Die Presse spricht nun von einer Verschwörung zwischen den „Missionaren“ (das sind wir Jesusnachfolger) und den unbeliebten sudanesischen „Arbeitssuchenden“ (das sind die Flüchtlinge). Bitte betet, dass Gott uns schützt und uns die Geduld gibt, all diese Provokationen auszuhalten.“

Film einer Jugendlichen aus Arad (mit englischen Untertiteln): http://video.google.com/videoplay?docid=-6985238613573695293#

 

Paketbombenanschlag in Ariel

Im Frühling 2008 wurde einem messianischen Pastor in Arad eine Paketbombe vor die Tür gelegt. Sie war als Päckchen zum Purimfest getarnt und wurde von Ami, dem Sohn des Pastors geöffnet. Die Polizei stellte fest, dass die Bombe so groß war, dass sie hätte töten sollen. Doch Ami überlebte wunderbarerweise.

Nach langwierigen Ermittlungen wurde Mitte Oktober 2009 endlich ein Verdächtiger verhaftet. Diese Nachricht sickerte trotz Nachrichtensperre der Polizei in den Medien durch. Es ist bekannt, dass es sich um einen orthodoxen Juden amerikanischer Herkunft handelt, der in einer Siedlung in der Nähe von Arad wohnte.

Bericht über Ami Ortiz im israelischen Fernsehen (mit englischen Untertiteln): http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=54709192

Der israelische Fernsehsender Channel 1 strahlte eine Reportage über den Anschlag auf Ami Ortiz aus, obwohl die Polizei dies zu verhindern versucht hatte (mit englischen Untertiteln).  http://www.youtube.com/watch?v=0tE4Y4_fU9M
Fortsetzung
http://www.youtube.com/watch?v=YgYz6KqbVSo

Pastor David Ortiz, der Vater von Ami, sprach an einer Konferenz in Jerusalem (in Englisch) http://blip.tv/file/815590

Aktueller Bericht:

http://www.cbn.com/cbnnews/insideisrael/2009/November/Suspect-Arrest-Announced-in-Ami-Ortiz-Case/

http://www.youtube.com/watch?v=B49bJ3eXetc&feature=player_embedded

 

Palästinensische Christen

In den palästinensischen Autonomiegebieten sind die Muslime stark auf dem Vormarsch. Sehr viele Christen ziehen auch aus der traditionell christlichen Provinz Bethlehem weg. Einerseits weil sie sich fürchten, andererseits wohl auch, weil sie Kontakte ins Ausland haben und dort bessere Lebensbedingungen finden.

Wer aus muslimischem Hintergrund zum Glauben an Jesus kommt, ist ernsthaft mit dem Tod bedroht, weil er den Islam verraten hat. Dies ist primär in den palästinensischen Gebieten eine Gefahr, in Israel weniger. Diese Gläubigen halten ihren Glauben deshalb oft geheim

 

Leiter des Bibelladens in Gaza umgebracht

Rami Ayyad, der Leiter des Bibelladens in Gaza und Mitarbeiter der palästinensischen Bibelgesellschaft, wurde am 6. Oktober 2007 entführt und am folgenden Tag ermordet aufgefunden. Er hinterließ eine hochschwangere Ehefrau und zwei kleine Kinder.

http://www.ramiayyad.com/english/index.php

 

Besuch in der Westbank

Von einem Mitarbeiter unter Muslimen in der Westbank

Vor kurzem besuchte ich zwei Gläubige in der Westbank, die ich schon seit sechs Jahren kenne. Einer ist ein ganz lieber Bruder, der Gottes Liebe verströmt. Ich erinnere mich, wie ich ihm einmal einen 25-Kilo-Sack voll Reis brachte, als er sich in einem zerstörten Gebäude verkrochen hatte, das er mit einem Dach aus Blechstücken versehen hatte. Er war aus dem palästinensischen Gefängnis geflohen, wo er als Kollaborateur festgehalten worden war. Damals hatte er gerade begonnen, in der Bibel zu lesen, die wir ihm gegeben hatten. Es ist eine Freude, seinen sanftmütigen Geist zu sehen. Er bat uns, bei ihm ein Treffen für Gläubige aus muslimischem Hintergrund zu beginnen.

Der andere Mann, der um ein Treffen gebeten hatte, war zusammen mit zwei anderen scheinbar tot von Fatahkämpfern zurückgelassen worden, die sie wegen Kollaboration umbringen wollten. Er überlebte, weil er von einer israelischen Patrouille entdeckt worden war. Seine Umkehr und sein Wachstum im Glauben sind eine Ermutigung. Er wird der „Bischof“ seines Dorfes genannt, da er sich nicht schämt, Gottes Botschaft weiterzusagen. Es wurde auch schon versucht, ihn zu töten. Freunde von ihm, die bei meinem letzten Besuch noch feindlich eingestellt waren, sind nun auf der Suche nach Wahrheit und nahmen an unserem Treffen teil. Bitte betet, dass dort eine Hausgemeinde entstehen kann, und dass in diesen beiden muslimischen Dörfern noch mehr Menschen Gott erkennen.

 

Konkrete Gebetsanliegen:

Beten Sie für

  • Gottes Schutz für messianische Juden und palästinensische Christen.
  • Gelassenheit und Weisheit für messianische Juden, damit sie sich durch Belästigungen nicht provozieren lassen.
  • einen guten Ausgang der laufenden Gerichtsprozesse.
  • die vollständige Wiederherstellung von Ami Ortiz.
  • für die ehemaligen Muslime, die ihren Glauben im Verborgenen leben müssen.

 

Zeichen der Ermutigung

Für messianische Juden und palästinensische Christen ist es enorm ermutigend, wenn sie wissen, dass man für sie betet. Sie kommen sich beide oft wie eine vergessene Minderheit vor.

Besonders ermutigend ist es z.B., nach dem Gottesdienst je einen Brief für eine messianisch-jüdische und eine palästinensisch-christliche Gemeinde aufzulegen, auf den Gemeindeglieder Grüße und Bibelworte schreiben. Wir werden diese Blätter einscannen und als Ermutigung an die Gemeinden schicken.

 

Regelmäßige Gebetsanliegen erhalten Sie in unserer wöchentlichen oder monatlichen Gebetsmail.

 

Weitere Links zum Thema:

Dokumentarsendungen über messianische Juden im israelischen Fernsehen (mit englischen Untertiteln)

http://video.google.com/videoplay?docid=-9111302178737676457

http://video.google.com/videoplay?docid=-6244392868781886952

 

Verbrennung von Neuen Testamenten http://www.metacafe.com/watch/1365608/turning_up_the_heat_on_messianic_jews_cbn_com

 

Hausfriedensbruch durch Orthodoxe in der messianischen Gemeinde in Beerscheba bei einem Taufgottesdienst http://video.google.com/videoplay?docid=2776412947454666321&q

 

Statement gegen Christen (English) http://www.dailymotion.com/video/x42gik_interview-on-christian-missionaries_politics

 

Die Antimissionsorganisation „Yad LeAchim“ macht die zum Glauben an Jesus gekommenen Juden für das Holocaust verantwortlich und prophezeit, wenn sich nun wieder Juden taufen lassen, ein neues Holocaust folgen wird. (Hebräisch) http://video.google.com/videoplay?docid=2030188154671441105&q

 

Abendmahl statt Ramadan – Muslime, die zum Christentum konvertieren, leben gefährlich

http://www.swr.de/laendersache-rp/-/id=100894/did=5469418/pv=video/gp1=5472488/nid=100894/546zn0/index.html