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amzi focus israel Nachrichten: Auszüge aus der wöchentlichen Gebets- und Info-E-mail
2. Februar 2012 Niederschlagsrekord Der israelische Wetterdienst meldet, dass der Januar 2012 mit mindestens 26 Niederschlagstagen an den meisten Orten im Norden Israels den bisherigen Rekord von 25 Tagen aus dem Januar 1947 gebrochen hat. In Nahariya, an der nördlichen Mittelmeerküste, und in Galiläa regnete es sogar an 29 Tagen, wobei es mit 27 Regentagen am Stück einen weiteren Rekord gab. Gemäß Amos Porat vom israelischen Wetterdienst gab es in Nordisrael im Januar 250-350 Millimeter Regen, was der eineinhalb- bis zweifachen Menge des langjährigen Durchschnitts entspreche. Im Zentrum des Landes entsprachen die Niederschläge dem Durchschnitt, im Süden lagen sie darunter. Der See Genezareth ist im Januar um 55 Zentimeter angestiegen; hier liegt der Januar-Durchschnitt bei 35 Zentimetern. Dies ist erfreulich. Allerdings fehlen immer noch über vier Meter bis zum „normalen“ Pegelstand. aktueller Stand des See Genezareth
26. Januar 2012 Hetzrede des palästinensischen Muftis Anlässlich des 47. Jahrestages der Gründung der Fatah predigte der geistliche Führer der palästinensischen Autonomiebehörde, Mufti Muhammad Hussein, dass „das Töten von Juden ein religiöses Ziel des Islam“ sei. Die Rede wurde im pal¦stinensischen Fernsehenübertragen. Der Moderator der Veranstaltung meinte einleitend: „Unser Krieg gegen die Nachkommen der Affen und Schweine [Juden] ist ein Krieg der Religion und des Glaubens.“ Hussein zitierte aus der islamischen Tradition Hadith (Überlieferungen über Mohammed): „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn‘.“ Gegenüber westlichen Medien erklärte Hussein, er habe nur die Hadith zitiert, aber nicht zur Tötung von Juden aufgerufen. Dem stimmte der palästinensische Minister für Religion zu: „Es handelt sich hier nicht um Anstiftung zum Töten von Juden. Wir können unsere historischen religiösen Schriften nicht abändern, und wir wollen das auch nicht. … Wir wollen einfach einen gerechten Frieden.“ Mahmud Abbas unternimmt nichts gegen die anti-israelischen Hassreden und die Hetze. „Abbas profitiert mehr von dem Konflikt als von einem Abkommen“, meinte ein israelischer Regierungsbeamter.
19. Januar 2012 Zusammenstöße mit Hügeljugend In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es erneut zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der radikalen Hügeljugend und den israelischen Sicherheitskräften im biblischen Kernland Judäa und Samaria. Dabei erlitten sechs jüdische Siedler Verletzungen und drei wurden bei der Zwangsräumung verhaftet. Die Bewohner weigerten sich, die zwei illegalen Außenposten, Issa Bracha neben Jericho und Os Zion bei Beth El, zu evakuieren. Zwei verschiedene Weltanschauungen prallen zuerst im israelischen Parlament, dann vor dem Gerichtshof und schließlich auf den Hügeln und Feldern im biblischen Kernland aufeinander. Was die Politiker nicht lösen können, überlassen sie dem Gerichtshof, der die Frage „Wem gehört das Land?“ nicht beantworten kann. Auch wenn das radikale Verhalten der Siedlerjugend nicht korrekt ist, so deutet es auf die Spaltung im Volk in Bezug auf Israels Zukunft in Judäa und Samaria hin. Israel heute 19.01.2012
12. Januar 2012 Umfrage: Israelisch-palästinensische Annäherung Im israelisch-palästinensischen Konflikt hat die Kompromissbereitschaft der Bevölkerung zugenommen. Das geht aus einer aktuellen Meinungsumfrage hervor. Mitte Dezember wurden dafür 1270 Palästinenser und 605 Israelis befragt. Von den Palästinensern unterstützen 63 Prozent einen israelischen Abzug aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen unter folgenden Bedingungen: Siedlungsgebiete auf einer Landfläche, die weniger als 3 Prozent des Westjordanlands betrage, würden an Israel gegeben. Im Gegenzug erhielten die Palästinenser eine entsprechend große Gebietsfläche von Israel. Im Dezember 2010 lag die Befürwortung der Kompromisslösung noch bei 49 Prozent und die Ablehnung bei 50 Prozent. Im Jahr 2011 war die Unterstützung also 14 Prozentpunkte höher. Auf der israelischen Seite befürworten 51 Prozent der Befragten diesen Kompromiss. Im Dezember 2010 sprachen sich 49 Prozent der Israelis für und 43 Prozent dagegen aus. Die gegenseitige Anerkennung der Identität des Anderen im Rahmen eines Endstatusabkommens unterstützen 66 Prozent der israelischen Öffentlichkeit, 29 Prozent lehnen sie ab. Unter den Palästinensern liegt die Befürwortung für diesen Schritt bei 52 Prozent, während sich 47 Prozent dagegen aussprechen. Im September 2011 lag der Zuspruch zu dieser Maßnahme unter den Israelis noch bei 58 Prozent, 36 Prozent lehnten die gegenseitige Anerkennung der Identität ab. Die entsprechenden Zahlen für die palästinensische Bevölkerung lagen bei 46 Prozent Unterstützung und 52 Prozent Widerspruch. Israelnetz 10.01.2012
5. Januar 2012 Schüler sollen die Bibel lieben Der israelische Bildungsminister Gideon Saar setzte sich in den vergangenen Jahren dafür ein, dass sich der Bibelunterricht an Israels Schulen verbessert. Vergangene Woche äußerte er die Meinung, dass israelische Schüler die Bibel, d.h. das Alte Testament, nicht nur lernen, sondern lieben sollten. „Es geht nicht nur um die Weitergabe von Wissen, sondern um die Liebe zur Bibel, die den Kindern vermittelt werden muss“, sagte Saar im Interview mit Radio Arutz Scheva, das kurz vor dem jährlichen Bibel-Quiz stattfand. „Ich hoffe, dass die Einstellung dem Bibelunterricht gegenüber sich bald zum Positiven verändern wird.“ Saar bemerkte auch, dass die Durchschnittsisraelis anfangen zu erkennen, dass ihre aktuelle, primär auf das Kommerzielle ausgerichtete Kultur eher oberflächlich ist. Deshalb wachse das Bestreben, zum Ausgleich das biblische Erbe wieder besser zu verstehen. „Wir haben von der Bevölkerung sehr viel Unterstützung für unser Schulprogramm erhalten. Dies zeigt den Wunsch der Menschen in Israel nach mehr biblischer Bildung“, so Saar weiter.
22. Dezember 2011 Regenmangel Als es im November stürmte und in manchen Landesteilen überdurchschnittliche Regenmengen gemessen wurden, hoffte man, es werde endlich ein Winter mit ausreichend Niederschlägen geben. Im Monat Dezember regnete es jedoch bisher kaum, und der Wasserspiegel des See Genezareth sinkt weiter. Er steht heute 70 cm unterhalb der unteren „roten Linie“. Dem See fehlen 4,90 m an Wasserhöhe, um ihn als gefüllt zu deklarieren. Die Wasserbehörde teilte am Montag mit, man bereite sich auf ein Dürrejahr vor. Bei den Regenfällen im November sei nur wenig Regenwasser in die Flüsse geflossen, und im Zentrum des Landes wurde der Regen meist durch Wassersammelröhren ins Meer geleitet. Die Modelle der Meteorologen versprechen auch für die kommenden Monate Januar und Februar keine Besserung. Es wird damit gerechnet, dass nur 70 % der durchschnittlichen Jahresniederschlagsmenge erreicht wird. Die Hauptwasserreservoirs des Landes haben nach sieben niederschlagsarmen Wintern keine Reserven mehr, und bei den meisten liegt der Wasserspiegel auch bereits unterhalb der roten Linie. „Bis zur Fertigstellung der neuen Anlagen zur Meerwasserentsalzung und der Erweiterung der existierenden Anlagen im Jahr 2013 muss das kostbare Wasser sehr sparsam genutzt werden, was alle Bereiche betrifft. Auch die Bürger müssen sich daran gewöhnen, das Wasser sorgsam zu nutzen und jegliche Wasserverschwendung zu vermeiden“, so die Leiter der Wasserbehörde. Wasserstand des See Genezareth
15. Dezember 2011 Hamas-Feierlichkeiten Gestern Mittwoch feierte die radikale Hamas im Gazastreifen ihr 24-jähriges Bestehen und gab stolz bekannt, 1365 Israelis getötet zu haben. Neben der israelischen Todeszahl, im wöchentlichen Durchschnitt ein israelisches Terroropfer, verletzten die Hamasterroristen in derselben Zeit nach eigenen Angaben auch 6411 Israelis. Ferner brüsteten sich die Hamasführer damit, über 11'000 Raketen und Mörser auf Israel abgeschossen zu haben. Insgesamt zählte die Hamas 1117 offizielle Terroranschläge auf Israelis und auf ihrer Seite 1848 so genannte tote „Freiheitskämpfer“. Der Kampf gegen die zionistischen Eroberer werde kein Ende finden, solange die Zionisten nicht aus ganz Palästina vertrieben seien. Diese und andere Drohungen waren während den Festivitäten im Gazastreifen zu hören. Darüber hinaus kritisierte das Hamasregime die Fatah-Führung unter Mahmud Abbas in Ramallah wegen ihrer Verhandlungen mit Israel.
8. Dezember 2011 Nach Geschlechtern getrennte Schulklassen Entgegen den Bestrebungen des Bildungsministeriums hat sich die Zahl der nach Geschlechtern getrennten Schulen in Israel in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Diese Zahlen der Schulbehörden publizierte die israelische Zeitung Ha’aretz (5.12.2011). In rund 65 Prozent der staatlich geführten religiösen Grundschulen findet der Unterricht nach Geschlechtern getrennt statt. Nur in 140 religiösen Schulen nehmen Mädchen und Jungen gemeinsam am Unterricht teil. Der ehemalige stellvertretende Bildungsminister, Rabbi Michael Melchior, beobachtet einen „generellen Trend zur Radikalisierung“, der sich unter anderem in Geschlechtertrennung und Ausschluss von Frauen ausdrücke. Das Ziel sei, dass die religiöse Erziehung alle religiösen Strömungen integriere. Allerdings fürchte er, dass sich die Strenggläubigen dadurch von der übrigen israelischen Öffentlichkeit abspalteten und damit die Möglichkeit des gemeinsamen Aufbaus einer Gesellschaft erschwerten. In vielen Fällen wurde die Geschlechtertrennung entgegen den Bestrebungen des Bildungsministeriums vorgenommen. Aus finanziellen Gründen sollten Klassen erst ab einer Größe von 40 Schülern aufgeteilt werden. Allerdings wurden in den vergangenen zehn Jahren die Klassen meist aus anderen Gründen geteilt: um geschlechterspezifischen Unterricht erteilen zu können – unabhängig von der Anzahl der Schüler. Durch das Nichteinhalten des Modells des Ministeriums sei ein Kostenaufwand von rund elf Millionen Schekeln (2,2 Mio. EUR/ 2,7 Mio. CHF) entstanden, wie Ha’aretz herausfand.
1. Dezember 2011 „Gospel-Trail“ eröffnet Am Dienstag eröffnete das israelische Tourismusministerium in Galiläa den „Gospel-Trail“ (zu Deutsch „Evangeliums-Pfad“). Dieser folgt dem Weg, von dem man annimmt, dass Jesus ihn ging, wenn er sich von seiner Heimatstadt Nazareth nach Kapernaum begab. Dieser nordwestliche Teil des Sees Genezareth wurde zum Zentrum seines Wirkens. Der Pfad ist insgesamt 62 Kilometer lang. Er beginnt am Steilhang in der Nähe von Nazareth und endet in Kapernaum. Es gibt speziell ausgeschilderte Wanderwege und Straßen, die zu Fuß, auf dem Fahrrad, zu Pferd oder mit dem Auto bereist werden können. Man rechnet damit, dass der neue Pfad das Angebot für christliche Touristen, die etwa 65 Prozent der Israel-Touristen ausmachen, bedeutend bereichern wird. In den vergangenen Jahren konnte ein deutlicher Anstieg im christlichen Tourismus nach Israel registriert werden. Man hofft, dass weitere 200'000 Pilger den Pfad in den nächsten zwei Jahren bewandern werden, um die Schritte Jesu nachzuvollziehen. Das Tourismusministerium investierte gemeinsam mit dem KKL umgerechnet 594'000 Euro in die Entwicklung der Infrastruktur des Projekts. Der Pfad ist Teil eines erweiterten Wirtschafts- und Tourismusplanes des Ministeriums mit dem Ziel, mehr Touristen und Pilger in die Region Galiläa zu bringen und sie zu einem belebten Zentrum für Tourismus zu entwickeln.
24. November 2011 Selbstkritischer Fotograf Ruben Salvadori, ein junger italienischer Pressefotograf in Jerusalem, beschäftigte sich mit der Frage, wie er und seine Kollegen in der Heiligen Stadt „Konfliktfotos“ manipulierten. Da Salvadori Anthropologie studiert hatte, begann er sich dafür zu interessieren, welche Rolle Fotografen im „Theater der israelisch-palästinensischen Gewalt“, wie er es nannte, spielten. Dabei stellte er fest, dass allein schon die Präsenz von mehreren Fotografen und ihre Erwartung, packende Bilder schießen zu können, den Konflikt zu gewalttätigen Konfrontationen steigern kann. Salvadori beobachtete zwei Dynamiken, die sich ergänzen: 1. Die Medien brauchen Geschichten und ausdrucksstarke Fotos vom Konflikt, um ihre Leserschaft zu befriedigen und Werbeeinnahmen zu erhalten. Dazu ist der Nahostkonflikt nützlich. 2. Verglichen mit anderen Konflikten erhält der israelisch-palästinensische Konflikt überdurchschnittliche Aufmerksamkeit durch die Medien. Spektakuläre Fotos dienen dazu, diese übertriebene Gewichtung zu rechtfertigen.
17. November 2011 Naturweltwunder: Das Tote Meer hat es nicht geschafft Das Tote Meer ist nicht zu einem der neuen sieben Naturweltwunder ernannt worden. „Auch wenn unser Totes Meer nicht gewählt wurde, so sind dennoch Millionen Menschen weltweit darauf aufmerksam geworden“, unterstrich Israels Tourismusminister Stas Misezhnikov. Die Regierung will neue Wege und Lösungen finden, um das Salzmeer vor dem Austrocknen zu bewahren. Wegen der Hitze, der tiefen Lage von über 400 Metern unter dem Meeresspiegel, minimalen Niederschlägen und steigender Nutzung durch die Menschen sinkt der Wasserspiegel jährlich um rund einen Meter. Für den Wettbewerb zum Naturweltwunder waren mehr als 400 Kandidaten aus aller Welt angetreten. Das Tote Meer hatte es unter die ersten zehn geschafft. 14.11.11 Israel heute
3. November 2011 Reaktionen auf UNESCO-Entscheid Am Montag wurde „Palästina“ die volle Mitgliedschaft bei der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) zugesprochen. Insgesamt stimmten 107 Staaten dafür und nur 14 dagegen (darunter die USA, Deutschland und Kanada), 52 enthielten sich (u.a. Großbritannien). Diese Entscheidung hat Konsequenzen auf verschiedenen Ebenen. Das US-Außenministerium ließ am Montag verlauten, die 60 Millionen Dollar finanzielle Unterstützung für die UNESCO zu annullieren. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte, er sei besorgt über den Rückzug der Gelder und die Tatsache, dass auch weitere Länder neben den USA die finanzielle Unterstützung für die UNESCO zurückziehen könnten. Die israelische Regierung hat mit zwei Ankündigungen auf die Entscheidung der UNESCO reagiert. Einerseits erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu, die Bautätigkeit im Westjordanland und in Ostjerusalem solle wieder gesteigert werden. Andererseits soll die Weiterleitung von Steuergeldern an die Palästinensische Autonomiebehörde vorübergehend ausgesetzt werden.
20. Oktober 2011 Gilad Schalit frei In die große Freude über die Freilassung von Gilad Schalit mischt sich ein bitterer Nachgeschmack. Für einen einzigen, einfachen israelischen Soldaten wurde die Freilassung von 1027 arabischen Terroristen vereinbart. Von den 450 Männern und 27 Frauen, die am Tag der Entlassung Schalits aus ihrer Haft entlassen wurden, sind 280 zu mindestens einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Gemeinsam zeichnen sie für den Tod von etwa 600 Israelis verantwortlich. Verzweifelt versuchten Angehörige von Terror-Opfern bis zum letzten Augenblick und bis vor dem Obersten Gericht Israels, den Deal zu verhindern. Mit großer Sorge beobachtet man, wie der Staat Israel erpressbar wird. Die Hamas hat bereits angekündigt, auch die verbleibenden 5000 Palästinenser in israelischer Haft freipressen zu wollen. Beim Empfang der Freigelassenen in Gaza skandierten Sprechchöre: „Allah, bring uns einen weiteren Gilad!“ Der Wert eines einzelnen jüdischen Soldatenlebens scheint ins Unermessliche gestiegen zu sein. Palästinensische Islamisten haben verstanden: Israelis zu entführen lohnt sich. „Sind wir zu Geiseln einer unaufhaltsamen Zugeständnis-Spirale geworden?“, fragt ein Beobachter. aus Israelnetz 19.10.2011
13. Oktober 2011 Im Buch des Lebens Asher Intrater, Revive Die drittgrößte hebräische Zeitung in Israel, Ha’aretz, ist eine linksorientierte, für Menschenrechte und gegen religiöses Establishment gerichtete Tageszeitung. In ihrer Ausgabe zum Versöhnungstag (Jom Kippur) veröffentlichte sie einen langen Artikel über die Sicht der messianischen Juden von Versöhnung, mit großer Überschrift und einem vierfarbigen Bild. Es war erstaunlich, dass sie solch einem Artikel Platz einräumten, und noch bemerkenswerter, dass die Zitate ziemlich genau wiedergegeben wurden. Der Artikel bestand hauptsächlich aus einem Interview mit Yael (ein fiktiver Name, um sie vor Verfolgung zu schützen), einer berufstätigen Frau, die in Israel lebt. Sie sprach von der Sünde der Menschheit, der Versöhnung in Jeschua (Jesus), vom Gesetz, das in unsere Herzen geschrieben wurde, und vom Leben aus unserem Glauben in Liebe und Integrität. Die Überschrift zitierte sie mit den Worten: „Mein Name ist bereits ins Buch des Lebens geschrieben.“ Der Artikel untersuchte auch die gesellschaftlichen Aspekte unseres Glaubens, den wir als loyale israelische Bürger leben wollen, und die theologischen Aspekte unseres Glaubens als eine glaubwürdige Fortsetzung der hebräischen Schriften und der messianischen Gemeinde des ersten Jahrhunderts.
7. Oktober 2011 Gedenktag Über das erste Wochenende im Oktober kamen in Riga (Lettland) einheimische Leiter messianischer und christlicher Gemeinden mit Vertretern von Werken aus den Niederlanden, Deutschland, England, Finnland, Norwegen, Polen, Russland und der Schweiz zusammen, welche die messianische Bewegung unterstützen. Anlass war eine Feier zum Gedenken an die 25’000 jüdischen Menschen aus Riga und Deutschland, die im Spätjahr 1941 im Wald von Rumbula von sog. Einsatzgruppen der SS ermordet wurden. Die Konferenz unter dem Motto „Israel – die Tür zum Segen“ schloss mit einem Gebetsgottesdienst für den Frieden Jerusalems. http://www.youtube.com/watch?v=CSlX5tSrBU0
29. September 2011 Palästinensischer Staat – Auswanderung begehrt Dass die meisten Israelis gegen den einseitig erklärten palästinensischen Staat sind, ist kein Geheimnis. Eine Umfrage unter Palästinensern zeigt aber, dass es unter ihnen Befürworter und Gegner dieser Bemühungen gibt. Das Palästinensische Zentrum für Politik und Meinungsumfragen stellte Mitte September fest, dass 83 Prozent der Palästinenser den palästinensischen Antrag an die Vereinten Nationen unterstützen. Gleichzeitig gaben aber 38,5 Prozent der Befragten an, sie würden aus dem neuen palästinensischen Staat auswandern, wenn sie die Möglichkeit erhielten. Im Gazastreifen liegt der Anteil derer, die auswandern möchten, bei 49 Prozent, im sogenannten Westjordanland bei 28 Prozent. In diesem israelisch kontrollierten Gebiet bezeichnen 39 Prozent der Befragten das Leben als „gut bis sehr gut“. Dies zeigt, dass die Situation nicht so klar und einfach ist, wie sie manchmal dargestellt wird.
8. September 2011 Antimessianische Flyer Die Zeitung Jerusalem Post berichtete am 2. September über eine Handzettelaktion gegen messianische Juden: „Eine anonyme Gruppe hat in Mevaseret Zion bei Jerusalem Handzettel verteilt, die messianische Juden (Christen) namentlich nennen und als Schande darstellen. Dabei handelt es sich um eine offensichtliche Verletzung von Persönlichkeitsrechten und eine Missachtung der Gesetze gegen Volksverhetzung. Denn auf den Flyern, die in Hunderten von Haushalten der 30’000-Einwohner-Stadt verteilt wurden, waren neben Namen und Adressen von zehn Personen auch ihre Fotos abgedruckt. Ein auf dem Handzettel abgebildeter Anwalt meinte dazu: ‚Dies erinnert mich an Aktionen des Ku-Klux-Klans in den USA. Es handelt sich um anonyme Verfolgung, nur weil sie mit unserem Glauben nicht einverstanden sind.’ Nach Angaben des Anwalts ist nicht klar, wer hinter der Verteilaktion steckt. ‚Israel setzt sich für die Glaubensfreiheit ein’, erklärte er weiter und ergänzte, dass sich die meisten Einwohner von Mevaseret Zion gegen die Flyer und für die messianisch-jüdische Gemeinde ausgesprochen haben. Der Vorsitzende des Stadtrates erklärte, man prüfe, ob gegen die Urheber eine Strafuntersuchung eröffnet werden soll.”
1. September 2011 König Abdullah II warnt Die saudische Zeitung Al-Madina berichtete am Dienstag, der jordanische König Abdullah II habe dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, geraten, den Antrag auf Anerkennung des palästinensischen Staates nochmals zu überdenken. Abdullah berief sich auf Rechtsgelehrte, die zum Schluss gekommen waren, dass die Ausrufung eines palästinensischen Staates zu einem Verlust des „Rückkehrrechts“ von palästinensischen Flüchtlingen führen könnte. Abbas wollte auf Abdullahs Rat nicht eingehen und entgegnete in der jordanischen Zeitung Ad-Dustour, die PLO repräsentiere alle Palästinenser, nicht nur die rund vier Millionen, die auf palästinensischem Autonomiegebiet leben.
25. August 2011 Sie fährt wirklich Nach jahrelanger Bauzeit und mehrfach verschobenem Einweihungstermin transportiert sie nun also tatsächlich Personen: die erste Linie der Jerusalemer Straßenbahn. Ein Blogger schildert seine Eindrücke: „Gestern bin ich zum ersten Mal mit der Straßenbahn gefahren, und ich muss sagen, ich bin beeindruckt! Weil Sommerferien sind, sah man ganze Familien, die diese neue Attraktion ausprobierten. Die Stadtbehörden haben zusätzliche Sicherheitsleute angestellt, und jugendliche Helfer versorgen die Fahrgäste mit Informationen. Die Jaffa-Straße ist kaum wiederzuerkennen: Statt andauernden Verkehrsstaus, Lärm und Abgasen sitzen die Leute nun in den Straßencafés draußen. – Wie nun die eigentliche Fahrt war? Wunderbar, die Wagen gleiten lautlos vorwärts. Allerdings steht man ziemlich lange an Haltestellen und Ampeln, so dass man schlussendlich nicht schneller ist als früher.“
18. August 2011 Lohn für Terroristen In einem Forum der israelischen Regierung wurde darüber diskutiert, dass palästinensische Terroristen, die in israelischen Gefängnissen eine Strafe verbüßen, ein monatliches Gehalt von der Palästinensischen Autonomiebehörde erhalten. Abir Kopti vom Kommunikationszentrum der Palästinensischen Autonomiebehörde hat bestätigt, dass diese Gelder an die Familien der Gefangenen ausbezahlt werden, wenn diese nicht von anderen Institutionen unterstützt werden. Itamar Marcus von der Palestinian Media Watch hatte Ende Juli auf diese Fakten aufmerksam gemacht. 5500 Gefangene gelten als Terroristen und erhalten deshalb eine staatliche Unterstützung, deren Höhe von der Länge der Haftstrafe abhängig ist. Das monatliche Gehalt beträgt 1400 Schekel (280 Euro) bei bis zu drei Jahren Haft und geht bis zu 12'000 Schekel (2400 Euro) bei 20-30 Jahren Haft. Damit liegt das durchschnittliche Gehalt der Terroristen über dem von Angehörigen der Armee und der Zivilverwaltung. Für Terroristenlöhne werden monatlich über 17 Mio. Schekel (3,3 Mio. Euro) ausgegeben, für Entschädigungen an Familien von Selbstmordattentätern über 26 Mio. Schekel (5,1 Mio. Euro). Bericht der Palestinian Media Watch http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=5336
11. August 2011 Handelsbeziehungen zwischen Israel und Jordanien verschlechtern sich In Israel besteht die Sorge, dass sich die Beziehungen zu Jordanien durch den Einfluss von Gegnern einer Normalisierung verschlechtern. Bestimmte Elemente sind seit Jahresbeginn 2011 in Israels Nachbarland aktiv geworden und versuchen, die Firmen, die mit Israel Handel treiben, in die Knie zu zwingen. Seit dem Unterzeichnen des Friedensvertrages zwischen Israel und Jordanien gibt es Stimmen, die sich dagegen aussprechen. Aber in den letzten Monaten sind diese immer lauter geworden und stellen so eine Bedrohung für die Handelsbeziehungen der beiden Länder dar. Letzte Woche hat die Versicherungsgesellschaft, zuständig für die Fahrzeuge der israelischen Botschaft in Amman, bestätigt, dass die Zusammenarbeit durch den Druck bestimmter Elemente abgebrochen werden müsse. Nun sucht die Botschaft fieberhaft nach einem Ersatz. Dazu kommt, dass seit Januar der Export landwirtschaftlicher Produkte nach Jordanien um 25-30 % gesunken ist. Die Organisationen, die sich gegen einen Frieden zwischen den beiden Ländern ausgesprochen haben, suchen nach den jordanischen Firmen, die Waren aus Israel importieren, und zwingen diese dann, die Beziehungen abzubrechen. Selbst jordanische Firmen, die Waren nach Israel exportieren, werden akribisch überwacht. Beispielsweise wurde den Olivenbauern erzählt, dass Israel aus den importierten Oliven Öl herstelle und dieses dann in Europa mit einem guten Profit verkaufen würde. Israel heute 10.08.2011
4. August 2011 Die Linken geben zu: Säkularer Staat ist Hintergrund der Proteste Yair Lapid, der eine neue Partei gegründet hat, hat den wahren Grund für die Proteste in ganz Israel bekannt gegeben – ein säkularer Staat. Seine neue Partei wird in den nächsten Knesset-Wahlen antreten. Am Sonntag sagte er Yediot Achronot, dass er Israels „größte Minderheit“ repräsentiere. „Israels säkulare Minderheit schlägt jetzt zurück und verbündet sich mit den Ultra-Orthodoxen, die arbeiten wollen, und mit denen, die nicht daran glauben, dass das Judentum nur auf einem Hügel in Samaria basiert“, sagte Lapid im Interview. Auch will er sich mit den Arabern zusammenschließen, die den Ersatzdienst zum Armeedienst leisten wollen. „Säkular“ sind für ihn alle, die sich nicht für streng religiös halten, aber eher traditionell eingestellt sind und einige der jüdischen Gesetze einhalten. Lapid argumentiert, dass dies „Minderheitengruppe“ von 42 Prozent im Land gleichzeitig die „größte Mehrheit“ in Israel bilde. „Die Mitglieder dieser Gruppe wissen nicht, wie sie sich vereinen können.“ Lapid will, so wie sein Vater, der die anti-religiöse Schinui-Partei gegründet hat, dass Israel zu einem Staat wird, in dem Judentum und Religion eine allein persönliche Frage sind und vom Staat nicht beeinflusst werden. Laut der linksgerichteten Zeitung Ha’aretz protestieren derzeit 150’000 Israelis im Land. 01.08.2011 Israel heute
28. Juli 2011 Massiver Spendenrückgang bei der UNRWA Das UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) beklagt einen deutlichen Spendenrückgang. UNRWA-Sprecher Chris Gunness erklärte, im aktuellen Nothaushalt fehlten derzeit bereits 35 Millionen Dollar von erwarteten 150 Millionen. Ursprünglich hatte man sogar zu Spenden von 300 Millionen aufgerufen. Darin waren Nahrungsmittelhilfe für 600'000 Personen, Arbeitsstellen für 53'000 und Bargeldhilfe für 300'000 Bedürftige, die weniger als 5 Schekel pro Tag haben, sowie eine Gesundheitsgrundversorgung eingerechnet gewesen. Im Juli musste das Arbeitsprogramm von 10'000 Verträgen auf 6'500 pro Monat reduziert werden. Die 200'000 Schüler der UNRWA-Schulen werden keine Bargeldhilfe von 100 Schekeln für den Schulbeginn mehr erhalten. Diese Kürzungen führten im Gazastreifen zu heftigen Protesten. Zehntausende von Demonstranten hinderten die UNRWA-Mitarbeiter daran, zu ihren Büros zu gelangen. Dies sei kontraproduktiv, erklärte Gunness. Die Streichung von rund 100’000 Menschen von der Liste für Nahrungsmittelvergabe begründete Gunness mit der Einführung eines neuen Systems, mit dem sichergestellt werden soll, dass die Hilfe tatsächlich nur die Armen erreicht. Gunness betonte dazu: „Viele Geschäftsleute, wohlhabende Händler und Grundstückseigentümer wurden von der Liste gestrichen, und interessanterweise haben sich nur wenige Menschen beschwert, da die Mehrheit erkannt hat, dass das neue System wesentlich fairer ist.“
21. Juli 2011 Teures Leben Am vergangenen Wochenende haben Hunderte von jungen Menschen auf dem Rothschild-Boulevard in Tel Aviv ihre Zelte aufgeschlagen, um gegen die hohen Wohnungspreise im Land zu protestieren. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, er sei sich der Problematik bewusst. Es gebe zu wenige Wohnungen, was die Preise in die Höhe treibe. Schuld sei vor allem die Bürokratie; derzeit dauere es mehr als fünf Jahre, um den Bau einer Wohnung in Israel zu planen. Die Israelis leiden auch unter den steigenden Preisen für Nahrungsmittel. Seit 2005 wurden Lebensmittel in Israel um rund 13 Prozent teurer. In vielen EU-Ländern hingegen seien sie lediglich um 1,1 Prozent gestiegen, wenn nicht sogar gefallen wie in Griechenland oder der Schweiz. Dies zeigt eine Studie des Forschungs- und Informationszentrums der Knesset. Extrem sei die Teuerung bei Milchprodukten. So sei der Preis von Naturjoghurt in den vergangenen Jahren um etwa 46 Prozent gestiegen, der von Hüttenkäse um 41 Prozent.
30. Juni 2011 Anerkennung durch UNO führt zu Gewalt Eine Umfrage des Palästinensischen Zentrums für Politik und Meinung hat gezeigt, dass eine Anerkennung des palästinensischen Staates durch die Vereinten Nationen im September zu einem Krieg mit Israel führen könnte. Eine Mehrheit der Palästinenser glaubt zwar nicht, dass das Gesuch um Anerkennung eines unabhängigen Staates von der Generalversammlung der UNO und vom Sicherheitsrat angenommen wird. Doch für den Fall, dass die UNO Palästina anerkennt, gibt es ziemlich klare und mit Gewalt verbundene Vorstellungen. 76 Prozent der Befragten erklärten, in diesem Fall müssten die palästinensischen Sicherheitskräfte sofort die Kontrolle über Judäa, Samaria und Ostjerusalem übernehmen, auch wenn dies zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der israelischen Armee führe. Auch der Grenzübergang zu Jordanien an der Allenby-Brücke soll unter palästinensische Kontrolle kommen.
16. Juni 2011 Nakba-Grenzstürmung staatlich organisiert? Ein Blogger veröffentlichte in der Online-Ausgabe der britischen Zeitung „The Telegraph“ (13.06.2011) ein Dokument, das beweisen soll, dass der Sturm auf die syrisch-israelische Grenze am Nakba-Tag von staatlichen Stellen angeordnet war. Bei der Stürmung der Grenze am 15. Mai gab es mindestens 13 Tote. Bei dem von Michael Weiss veröffentlichten Dokument handelt es sich um ein offizielles Schreiben vom 14. Mai, in dem die Behörden im Grenzgebiet angewiesen werden, die Busse der Demonstranten ohne Kontrolle passieren zu lassen:
„Nach einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitskomitees am Samstag (…) wurde Folgendes entschieden: Alle Sicherheits-, Militär- und Kontingentseinheiten in der Provinz, Ain el-Tina und dem alten Al-Kuneitra werden hiermit angewiesen, allen zwanzig Fahrzeugen (Kapazität von 47 Passagieren) mit den beigefügten Kennzeichen, die planmäßig am Samstag, dem 15. Mai 2011, um 10 Uhr morgens eintreffen sollen, Durchfahrt zu gewähren, ohne dass sie befragt oder angehalten werden, bis sie unsere Grenzverteidigungsstellungen erreichen. Hiermit wird die Genehmigung erteilt, es den sich nähernden Massen zu erlauben, die Waffenstillstandslinie (mit Israel) in Richtung des besetzten Madschdal Schams zu überqueren. Zudem sollen sie die Erlaubnis erhalten, sich miteinander vor Büros der Vereinten Nationen zu engagieren. Des Weiteren gibt es keine Einwendungen, wenn ein paar Schüsse in die Luft abgefeuert werden. Kapitän Samer Schahin von der Militärgeheimdienstabteilung wird hiermit zum Anführer der Gruppe ernannt, die beauftragt ist, in die besetzten syrischen Golanhöhen einzubrechen und auf einem bestimmten Pfad tief in das Gebiet einzudringen, um Landminen zu meiden. Es ist unerlässlich, dass niemand militärische Erkennungszeichen oder eine Waffe bei sich trägt, weil sie das Gebiet mit einer starken Betonung auf der friedlichen und spontanen Natur des Protestes betreten. Die Sitzung des Sicherheitskomitees der Provinz soll in Abstimmung mit dem Zentrum permanent die Lage abwägen. Mögen Sie eine Quelle des Wohlstandes für Nation und Partei sein. gezeichnet: Dr. Chalil Masch-Hadija, Bürgermeister von Al-Kuneitra“ (Übersetzung Israelnetz 15.06.2011)
9. Juni 2011 Für Grenzstürmung bezahlt? Am vergangenen Sonntag versuchten wieder Hunderte von Palästinensern, von Syrien aus die israelische Grenze zu stürmen. Anlass war der sogenannte „Naksa-Tag“, der an die Niederlage der arabischen Armeen im Sechs-Tage-Krieg erinnert. Da die israelische Armee diesmal besser vorbereitet war, gelang es den Palästinensern nicht, die Grenze zu überqueren. Allerdings kamen nach syrischen Angaben 23 Menschen ums Leben, rund 350 wurden verletzt. Die syrische „Reformpartei“ veröffentlichte auf ihrer Internetseite Berichte, wonach das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Hunderten von armen Bauern je 1000 Dollar für die Teilnahme am Protestmarsch bezahlt habe. Für getötete Beteiligte wurde den Angehörigen eine Unterstützung zwischen 10'000 und 25'000 Dollar versprochen. Nach Angaben der Partei liegt das durchschnittliche Monatsgehalt dieser Bauern bei 200 Dollar. Die Opposition warf Assad vor, mit dieser Taktik von der Brutalität seiner Truppen gegen die eigene Bevölkerung ablenken zu wollen.
26. Mai 2011 Neue Entsalzungsanlage Nach zwei Jahren Bauzeit ist im Moschav Talme Yaffe nahe der Küstenstadt Aschkelon eine neue Entsalzungsanlage für Meerwasser fertig gestellt worden. Die hochmoderne Anlage hat 60 Millionen Schekel (rund 12 Millionen Euro) gekostet und wird 20'000 Kubikmeter Wasser pro Tag entsalzen können. Der Erbauer, „Global Environmental Solutions“, teilte mit, dass die Kapazität des Werks innerhalb eines Jahres auf 40'000 Kubikmeter pro Tag gesteigert werden könne. Dank der innovativen Technologie handle es sich um eine der „modernsten Anlagen der Welt“. Die Entsalzungsanlage wird von Israels nationaler Wasserbehörde Mekorot betrieben, die bereits seit 1937 für die Wasserversorgung in der Region zuständig ist. Nach sieben regenarmen Wintern in Folge ist Israel dringend auf alternative Möglichkeiten der Trinkwasserversorgung angewiesen. Am Montag unterzeichnete Finanzminister Steinitz einen Vertrag, der der Firma SDL erlaubt, eine noch wesentlich größere Entsalzungsanlage in Soreq bei Aschdod zu bauen und zu betreiben. Diese soll pro Tag 400'000 Kubikmeter Wasser entsalzen können. Damit wird sie eine der größten Entsalzungsanlagen der Welt sein, was den Staat 284 Millionen Euro kosten wird.
19. Mai 2011 Neuer Aufruf zu Ausschreitungen Am vergangenen Sonntag, dem sogenannten Nakba-Tag, kam es zu diversen Ausschreitungen mit mehreren Todesopfern und zahlreichen Verletzten. An der syrischen und libanesischen Grenze kam es zu Massenanstürmen syrischer und libanesischer Bürger, die versuchten, gewaltsam nach Israel einzudringen. Die Stürmung einer Grenze durch Zivilisten ist völkerrechtlich nicht geregelt, was einen korrekten Umgang mit einer solchen Situation praktisch unmöglich macht. Auch im Westjordanland kam es zu Ausschreitungen; in Tel Aviv forderte eine Amokfahrt eines Lastwagenfahrers ein Todesopfer. Für morgen Freitag wurde über das soziale Netzwerk Facebook erneut zu Aufständen aufgerufen. Nach dem Freitagsgebet soll mit einem Sturm auf Israels Grenzen begonnen werden. Ziel sind wahrscheinlich wiederum die Grenzübergänge zu den umliegenden Ländern, aber auch im Gazastreifen und im Westjordanland wird mit Unruhen gerechnet.
21. April 2011 Schwindende Zustimmung für palästinensische Angriffe Aus einer israelischen Umfrage (JMCC) unter 1198 volljährigen Palästinensern aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen geht hervor, dass die Zustimmung für Angriffe auf israelische Ziele abgenommen hat. 51,8 Prozent der Befragten bezeichneten Angriffe unter den gegenwärtigen politischen Bedingungen als nicht angemessene Reaktion. Im Januar 2009 hatten sich noch 53,3 Prozent für Angriffe ausgesprochen. In Bezug auf Selbstmordanschläge ist die Zustimmung von 55,4 auf 37,3 Prozent gesunken. Ähnliches in hinsichtlich der Raketenangriffe aus dem Gazastreifen zu beobachten. Mittlerweile halten 38,6 Prozent der Befragten diese für schädlich für die palästinensischen Interessen; vor zwei Jahren waren es noch 20,8 Prozent gewesen.
14. April 2011 Widerstand im Gazastreifen? Im israelisch-palästinensischen Konflikt gibt es unterschiedliche Entwicklungen zu vermelden. Der israelische UN-Botschafter Meron Reuben beschwerte sich diese Woche bei den Vereinten Nationen über die jüngste Angriffswelle aus dem Gazastreifen. In einem Brief an Generalsekretär Ban Ki-Moon fordert er diesen auf, den palästinensischen Beschuss zu verurteilen und dem Waffenschmuggel mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Seit dem 7. April hätten Palästinenser insgesamt 131 Geschosse auf südisraelische Gemeinden abgefeuert – 12 Grad-Raketen, 70 Kassam-Raketen und 49 Granaten, so Reuben. „Diese fortgesetzten Angriffe markieren eine Eskalation im Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen, wie sie seit dem Ende der Operation 'Gegossenes Blei' 2009 nicht zu sehen war.“ Die Kinder in Südisrael seien bereits dreimal innerhalb eines Monats nicht zur Schule gegangen, um in der Nähe von Schutzbunkern bleiben zu können. Hanin Soabi, arabische Knessetabgeordnete im israelischen Parlament, zog Aufmerksamkeit auf sich, als sie in der israelischen Zeitung „Jediot Achronot“ verlauten ließ: „Ich hoffe, dass Israels arabische Bevölkerung so bald wie möglich mit einer neuen Intifada beginnen wird.“ Dies war nicht das erste Mal, dass Soabi als israelische Staatsbürgerin zu einer Revolution im Land aufrief, obwohl sie als Knessetabgeordnete vereidigt worden war, dem israelischen Staat Treue zu leisten. Eine Umfrage des israelischen Harry S. Truman-Forschungsinstituts der Hebräischen Universität in Jerusalem und des palästinensischen Forschungszentrum für Politik in Ramallah zeigte, dass der Widerstand gegen das islamistische Hamas-Regime im Gazastreifen wächst. Zwei Drittel der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen befürwortet eine Demonstration gegen ihre radikale Hamas-Regierung.
7. April 2011 Theologischer Leiter Aus dem amzi-Vorstand Wir freuen uns, allen amzi-Freunden mitteilen zu können, dass Komitee und Vorstand der amzi einstimmig den vorgeschlagenen zukünftigen theologischen Leiter gewählt haben. Martin Rösch ist Pfarrer der badischen Landeskirche und kennt die messianische Bewegung sowohl in Israel als auch in Deutschland. Der Schwerpunkt seiner Aufgaben liegt in den Kontakten zu den Partnern in Israel sowie zu Gemeinden und Werken in der Schweiz und in Deutschland, wo er auch zu Vorträgen und Gottesdiensten unterwegs sein wird. Seinen Dienst bei der amzi wird er voraussichtlich am 1. August 2011 antreten.
7. April 2011 Israelische Fernsehsendung über die Aktivitäten der Antimissions-Organisation Yad LeAchim (30.03.2011, mit englischen Untertiteln) Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=JIPrhXREm3w
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=DEPpkzxYYRA
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=TMyblyb3EOY
31. März 2011 Freude über Unruhen in der arabischen Welt Auf einer englischsprachigen Webseite der Al Qaida erschien am Dienstag ein Artikel des muslimischen Predigers Anwar al-Awlaki. Darin bekräftigte er, dass die aktuellen Umwälzungen in der arabischen Welt den terroristischen Bewegungen helfen, weil dadurch die Islamisten von Tyrannen befreit würden. Das gebe ihnen mehr Möglichkeiten, sich zu Wort zu melden. Al-Awlaki reagierte damit auf Äußerungen westlicher Regierungen, dass die Veränderungen die Al Qaida schwächen würden. „Unsere Mudschaheddin-[Gotteskämpfer] Brüder in Tunesien, Ägypten, Libyen und der restlichen muslimischen Welt werden nun nach drei Jahrzehnten des ‚Erstickens’ wieder atmen können“, schrieb al-Awlaki. Auf der gleichen Seite rief Qasim al-Raymi, der Anführer der Al Qaida auf der arabischen Halbinsel, Muslime in der westlichen Welt dazu auf, Gruppen von Juden und Christen zu töten, weil solche Anschläge das „Töten, die Besetzung, Erniedrigung und Schändung unserer Heiligtümer durch Amerika und den Westen“ stoppen würden.
24. März 2011 Demonstration in Arad Die verschobene Demonstration gegen die messianischen Gläubigen in Arad fand schließlich am 9. März statt. Rund 250 ultra-orthodoxe junge Männer versammelten sich vor dem Haus von Polly aus der Gemeinde. Während zweieinhalb Stunden wurden lautstark Lieder gesungen, unterbrochen von Reden von Rabbinern. Polly und ihre Kinder hatten das Haus zuvor verlassen und beteten mit anderen Gemeindegliedern für die Demonstranten. Gegenüber von Pollys Haus versammelten sich 30-50 Personen im Garten eines Nachbarn zu einer Gegenkundgebung. Sie protestierten gegen das Verhalten der Ultra-Orthodoxen und nahmen für die messianischen Juden Stellung. Bei der Demonstration wurde auch ein Film einer Antimissions-Organisation gezeigt. Dieser enthielt Fotos der Gemeindeglieder und bezeichnete sie als Feinde des jüdischen Volkes. Mit solchen Filmen wird gezielt Stimmung gegen messianische Juden gemacht. Wie in den israelischen Nachrichten über die Demonstration berichtet wurde (mit englischen Untertiteln): http://www.youtube.com/watch?v=SnR6DYmHdOI
10. März 2011 Vergleich mit Hitler Bei der Demonstration in Aschdod warf der Oberrabbiner der Stadt den messianischen Juden vor: „Die Missionare [die messianischen Juden] möchten eine Endlösung für die Juden im Namen desselben verfluchten Namens, der das Christentum geschaffen hat [Jesus]. Das ist, was Hitler auch wollte.“ Dieser Vergleich mit Hitler führte auch zu Widerspruch von jüdischer Seite. So schrieb ein Einwohner Aschdods in einer Zeitung: „Ich habe den Bericht über die orthodoxe Demonstration gegen messianische Juden gelesen und bin erstaunt. Seit wann hat eine Person das Recht, einer anderen Person zu befehlen, was oder wie sie glauben soll? Wann werden die Orthodoxen verstehen, dass auch die, deren Glaube von ihrem abweicht, ein Existenzrecht haben? Ich möchte hervorheben, dass diese Demonstration diesen messianischen Juden zu außerordentlicher Werbung verholfen hat, denn vorher hatte ich noch nie von ihrer Existenz in unserer Stadt gehört. … Ich bin erstaunt, dass die Polizei solch eine rassistische Demonstration zugelassen hat.“ Die betroffene messianische Gemeinde hat gute Beziehungen zu ihrem Vermieter und auch zu den Stadtbehörden. Dennoch hat der orthodoxe Druck in der Vergangenheit schon zwei messianische Gemeinden bewegt, die Stadt zu verlassen.
3. März 2011 Endzeitdebatte Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Tumult im Nahen Osten werden in Israel zurzeit die prominenten Rabbiner nach ihrer Sicht der Dinge gefragt. Rabbi Chaim Kanievsky schrieb auf dem religiösen Internetportal „Haredim“: „Leute sind zu mir gekommen und meinten, das sei nun ‚Gog und Magog’. Wir können das nicht wissen. Aber es ist wahrscheinlich, dass jede Unruhe, die Gott schafft, darauf hinweist, dass der Messias kommt.“ Rabbi Michel Yehuda Lefkowitz stimmte dem zu und fügte an, dass die Aufregung in der Region Gottes Weg sei, die hochmütigen Regierungen Israels und der westlichen Staaten zu demütigen. „Zuerst hat Gott Israel mit einem Feuer bestraft. Der Brand auf dem Karmelberg war relativ klein im Gegensatz zu dem, was kommen wird. Doch es wurde schnell klar, dass ein Land, so stolz und mächtig wie Israel, plötzlich Hilfe aus der ganzen Welt benötigte“, so Lefkowitz. „Aber Israel und seine Verbündeten haben den Aufruf nicht verstanden. Gott lacht sie aus und wartet, ob sie seine Botschaft verstehen werden und weisere Entscheidungen treffen“ (vgl. Ps. 2,1.4). Die ultra-orthodoxe Gemeinde bildet in Israel zwar eine Minderheit, doch unter dem Eindruck der aktuellen Geschehnisse haben auch säkulare Medien begonnen, die rabbinischen Erklärungen aufzunehmen.
24. Februar 2011 Glauben an Gott wichtiger als Panzer Israels Vize-Generalstabschef Yair Naveh besuchte am Sonntag in Begleitung der beiden israelischen Oberrabbiner Jona Metzger und Shlomo Amar den obersten Militärrabbiner. Während seines Besuchs der Tzrifin-Armeebasis bekräftigte Naveh, dass die israelische Armee mehr Glauben an Gott brauche als Glauben an Flugzeuge und Panzer. Der Vize-Generalstabschef ist der Meinung, die aktuellen Entwicklungen in der arabischen Welt seien „von oben geführt“. Israel sei ein Land wie eine Insel inmitten eines Sturmes im Nahen Osten, der selbst von Geheimdienstlern so nicht vorhergesagt werden konnte, obwohl diese gute Arbeit leisten, ließ er verlauten. „Wir wissen nicht, wohin es führt, aber es ist klar für uns, dass es eine Hand von oben gibt.“
17. Februar 2011 Palästinensisches Kabinett zurückgetreten Am vergangenen Montag trat das palästinensische Kabinett in Ramallah geschlossen zurück, um den Weg für Neuwahlen zu ebnen. Der 75-jährige Präsident Mahmud Abbas, dessen Amtszeit schon im Januar 2009 abgelaufen war, kündigte an, nicht nochmals zu kandidieren. Die Ankündigung von Neuwahlen wird von Kommentatoren als Folge der massiven Demonstrationen in verschiedenen arabischen Ländern aber auch der Veröffentlichung vertraulicher Dokumente durch Al Jazeera gesehen. Diese „Palileaks“-Veröffentlichungen führten am vergangenen Wochenende zum Rücktritt des palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat, der dadurch die Verantwortung für den Diebstahl der Akten aus seinem Büro in Ramallah übernahm. Die Dokumente hatten gezeigt, dass die palästinensische Delegation in den Friedensverhandlungen mit Israel zu weitreichenden Konzessionen bereit gewesen war. Die Hamas hatte schon angekündigt, dass sie die Wahlen boykottieren und im Gazastreifen keine solchen abhalten werde. Ob dies die Legitimation der zukünftigen Regierung in Ramallah verunmöglichen oder gar stärken wird, ist umstritten.
10. Februar 2011 Zwei Bevölkerungsgruppen in Jordanien Auch in Jordanien regt sich Widerstand. Dieser wendet sich unter anderem gegen Königin Rania, die palästinensische Araberin ist, wie 60 Prozent der rund sieben Millionen Jordanier. Die übrigen Einwohner stammen von Beduinen aus dem heutigen Saudi-Arabien ab, wie König Abdullah II. Die Anführer der 36 Beduinenstämme, die das Rückgrad von Abdullahs politischer Unterstützung bilden, fordern, dass sich Königin Rania in politischen Fragen mehr zurückhalte. Dies deutet darauf hin, dass im Zuge der allgemeinen Unruhe im Nahen Osten auch die Spannungen zwischen diesen beiden Gruppen zunehmen.
27. Januar 2011 Verhaftungen im Mordfall Der Überfall auf Kristine Luken und Kay Wilson, bei dem Luken getötet und Wilson schwer verletzt wurde, scheint aufgeklärt zu sein. Gestern wurden vier Männer im Zusammenhang mit der Tat angeklagt; neun weitere Mitglieder der Terrorzelle waren verhaftet worden. Die unabhängige Zelle wird für zwei Morde, zwei Mordversuche und mindestens eine Vergewaltigung verantwortlich gemacht. Wie jetzt bekannt wurde, hatte die Polizei die beiden Hauptverdächtigen aufgrund der Angaben von Kay Wilson schon 48 Stunden nach der Tat verhaftet. Wilson hatte sich mit einem Taschenmesser verteidigt, dessen DNA-Spuren zum einen Täter führten. Die Verdächtigten stammen aus Dörfern in der Nähe von Hebron und gaben zu, durch ein Loch im Grenzzaun auf israelisches Gebiet gelangt zu sein. Sie hätten an jenem Tag beschlossen, jemanden umzubringen. Als Motiv gaben die beiden an, sie hätten den Mord am Hamas-Kommandeur Mahmoud Al-Mabouh rächen wollen, der im Januar 2010 in Dubai unter ungeklärten Umständen gestorben war.
20. Januar 2011 Pilgerzug Am vergangenen Dienstag pilgerten rund 15'000 orthodoxe Christen nach Qasr al-Yahud am Jordanufer in der Nähe von Jericho. Die Ostkirchen, die sich nach dem julianischen Kalender richten, feierten an diesem Tag (6. Januar) Epiphanias, den Tag der Taufe Christi und seiner Offenbarung. Qasr al-Yahud gilt als die Stelle, an der Johannes der Täufer Jesus taufte, und war erst vor Kurzem wieder für Taufen freigegeben worden. Die orthodoxen Pilger aus aller Welt wurden von Theophilos III, dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, vom St. Johannes-Kloster in Jerusalem an den Jordan geführt, wo auch Taufen durchgeführt wurden. Die Taufstelle gilt auch als der Ort, an dem die Israeliten zum ersten Mal nach Kanaan kamen. In den vergangenen Jahren wurden intensive Renovationsarbeiten unternommen, um die Stelle für Touristen wieder attraktiv zu machen.
13. Januar 2011 Palästinensisch-israelische Wirtschaftsbeziehungen Wie eng die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern sind, zeigten zwei Meldungen von vergangener Woche. Die Ankündigung des palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad von Anfang Jahr, dass Palästinenser nicht mehr in israelischen Siedlungen arbeiten dürften, wurde nun wieder zurückgenommen. Als Grund für die Kehrtwende wird vermutet, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) den Arbeitern keine Anstellungsmöglichkeiten als Ausgleich anbieten könne. Viele palästinensische Bewohner bekommen für Israel keine Arbeitserlaubnis. Sie arbeiten stattdessen mit einer offiziellen Genehmigung in den Siedlungen. 2009 arbeiteten etwa 22’000 Palästinenser in den jüdischen Siedlungen sowie den Industriegebieten in Judäa und Samaria. Laut verschiedener Organisationen sind dort jedoch noch weitere 10’000 Arbeiter ohne offizielle Genehmigung beschäftigt. Seit September 2009 stieg die Zahl der illegalen Arbeiter an. Man geht davon aus, dass etwa 35’000 Menschen in den Siedlungen arbeiten und dadurch insgesamt etwa 200’000 Menschen mit dem täglichen Brot versorgt werden. Dass der Einsatz von palästinensischen Arbeitern für beide Seiten wichtig ist, zeigt die zweite Meldung. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der Bitte des Handels- und Industrieministers Benjamin Ben-Elieser stattgegeben, die Zahl der in Israel arbeitenden Palästinenser aus Judäa und Samaria zu erhöhen. Laut dem Vorschlag Ben-Eliesers sollen 4000 Palästinenser für das Bauwesen und 1250 für die Arbeit in der Landwirtschaft sofortige Einreise- und Arbeitsgenehmigungen erhalten. Die palästinensischen Arbeiter werden dringend für Betonbauarbeiten benötigt. Zehntausend Israelis wird dadurch der Einsatz in anderen Bereichen des Bauwesens ermöglicht. In der Landwirtschaft ist der Anteil der ausländischen Gastarbeiter drastisch gesunken, weshalb palästinensische Hilfskräfte dringend erforderlich sind.
6. Januar 2011 Jesus, ein Palästinenser Jesus als Palästinenser zu bezeichnen, ist nicht neu. Auch der Autor Samih Ghanadreh aus Nazareth behauptete im palästinensischen Fernsehen bei der Vorstellung seines neusten Buches „Das Christentum und seine Verbindung zum Islam“: „Jesus war der erste palästinensische Märtyrer. … Ich habe oft gehört, wie unser [ehemaliger PLO-Chef] Schahid [Märtyrer] Jassir Arafat sagte, dass Jesus der erste Schahid der Palästinenser gewesen ist.“ Der Moderator der palästinensischen TV-Show pflichtete daraufhin bei: „Jesus war ein Palästinenser, das streitet keiner ab.“ Woraufhin der Buchautor bekräftigte: „So wie Jesus der erste Märtyrer unseres Volkes war, so hat auch Arafat einen großen Beitrag für das Märtyrertum geleistet.“ (siehe http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=4038) Das palästinensische Erziehungsministerium behauptete vor Kurzem auf seiner Webseite, die Jungfrau Maria zähle zum palästinensischen Volk. „Wenn wir auf die Heiligkeit unseres Landes stolz sind, dann sind wir auch darauf stolz, dass die erste und heiligste Frau unter den Nationen und Völkern aus dem Heiligen Land stammt: die Jungfrau Maria – die Frau der Liebe und des Friedens – sie kommt aus der Nation Palästina“, heißt es auf der palästinensischen Fatah-Webseite.
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