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Aktuelle Tagesnachrichten:

Wer die israelischen Nachrichten sehen und hören will,

kann dies in Englisch unter www.jerusalemonline.com tun.

 

Zeitungen und Nachrichten (Englisch):

HaAretz- News aus Israel ohne Einschränkungen

The Jerusalem Post - Net Edition

Ynet News - Homepage

Deutsch: Israelnetz Homepage

Jer2

amzi focus israel Nachrichten:

Auszüge aus der wöchentlichen Gebets- und Info-E-mail

 

14. September 2017

Zusammenstöße zwischen Ultra-Orthodoxen und Säkularen

Anfang September kam es zu Zusammenstößen zwischen Anhängern der ultra-orthodoxen Chassidei Gur-Sekte und säkularen Bewohnern von Arad, die dagegen protestierten, dass die Sekte versucht, in Arad die Macht an sich zu reißen. Nach Angaben von Ynet News war der schon lange schwelende Konflikt eskaliert, nachdem Gur-Nachfolger brennende Reifen gegen das Haus einer säkularen Familie geworfen haben sollen. Danach hängte die Familie ein Plakat auf „Alter und Litzman [Anführer der Chassidei Gur], Arad steht nicht zum Verkauf“. Damit wollten sie den Gur mit gleicher Münze heimzahlen, was diese auf Plakaten über den säkularen Bürgermeister von Arad geschrieben hatten.

Die Chassidei Gur machen schon lange Druck, die Stadt dürfe sie nicht in ihrer Lebensweise einschränken und müsse ihre Gemeinschaft unterstützen. Die säkularen Stadtbewohner sind damit überhaupt nicht einverstanden. Seit der säkulare Nissan Ben Hamo Bürgermeister von Arad ist, gehen die Behörden gegen die Chassidei Gur vor, die illegal Plakate aufhängen und Nachbarn stören.

 

7. September 2017

Messianisches Paar kann nicht in jüdischer Zeremonie heiraten

Ein rabbinisches Gericht hat entschieden, dass ein messianisch-jüdisches Paar nicht in einer jüdischen Zeremonie in Israel heiraten kann. Weil das Paar sich zum Glauben an Jesus als den Messias bekennt, werden sie als zum Christentum Konvertierte betrachtet, urteilte ein Sonderausschuss des rabbinischen Gerichts von Tel Aviv, nachdem es sich wissenschaftlich hatte beraten lassen. Das Paar stand zu seinem Glauben und dazu, dass sie Gottes Botschaft weitergeben. Sie gehören zur messianischen Gemeinden Tiferet Jeschua in Tel Aviv. Das Gericht berief sich teilweise auf eine Entscheidung des Obersten Gerichts Israels von 1992, in dem dieses einem messianisch-jüdischen Ehepaar aus den USA die Immigration aufgrund des Rückkehrgesetzes verweigert hatte, weil sie zum Christentum übergetreten seien. Das Gericht fügte an, wenn das Paar seinen christlichen Glauben aufgebe, würde die Frage neu beurteilt.

Times of Israel 31.08.2017

 

31. August 2017

amzi und DEA verstärken die Zusammenarbeit

Pressemeldung der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA)

Die 1968 gegründete „Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel“ (amzi) hat mit der Deutschen Evangelischen Allianz eine neue Phase der Zusammenarbeit beschlossen. (…)

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, begrüßt die neue Qualität der Zusammengehörigkeit von DEA und amzi und die Vertiefung der Zusammenarbeit. „Messianische Juden und arabische Christen haben trotz aller Diskussionen noch immer viel zu wenig Aufmerksamkeit und Fürsprecher in Kirche und Gesellschaft. Der gemeinsame Glaube an Jesus Christus als der dem Volk Israel und der ganzen Welt verheißene Messias bindet uns untrennbar zusammen“, so Steeb angesichts der nun verabredeten Partnerschaft. „Wir hoffen, damit das Augenmerk für jüdisch-messianische und arabisch-christliche Gemeinden und ihrer Verbände in Israel und weltweit zu verstärken.“ Das sei gerade auch in unserer Zeit wichtig, in der, nicht zuletzt in unserem Land, die Existenz und Wirklichkeit messianischer Juden nicht selten verschwiegen wird und sie sich auch mancher Diskriminierungen gegenüber sehen.“

 

17. August 2017

Schulfernsehen für Flüchtlinge

Der christliche Internet-Fernsehsender SAT-7 wird am 1. September mit dem Fernsehprogramm „SAT-7 Academy“ auf Sendung gehen. Es handelt sich um ein arabischsprachiges Programm, das Millionen von Flüchtlingskindern die Möglichkeit geben will, auch ohne Schule zu lernen. Nach Angaben von SAT-7 können derzeit 13 Millionen Kinder im Nahen Osten und Nordafrika nicht zur Schule gehen, weil diese zerstört wurde, die Lehrer geflohen sind oder es zu gefährlich ist, das Haus zu verlassen. Es besteht die Gefahr, dass hier eine „verlorene“ Generation heranwächst, deren Ausbildung einem Konflikt zum Opfer fiel. SAT-7 Academy soll hier Abhilfe schaffen und Kindern, Eltern und Lehrern helfen.

 

10. August 2017

Gericht entzieht verurteiltem Terrorist die Staatsbürgerschaft

Das Bezirksgericht von Haifa hat dem arabischen Israeli Ala Raed Ahmad Sajud die Staatsbürgerschaft entzogen. Es ist das erste Urteil diese Art in Israel. Sajud hatte im Oktober 2015 bei einem Anschlag in Nordisrael vier Israelis verwundet. Im Juni 2016 wurde er deshalb zu 25 Jahren Haft verurteilt. Sajud erhält ab Oktober eine temporäre (israelische) Staatsbürgerschaft, die vom Innenministerium regelmäßig verlängert werden muss.

Richter Elyakim begründete die Entscheidung damit, dass jeder Staatsbürger Rechte und Pflichten habe. Dazu zähle die Loyalität dem Staat gegenüber, was auch umfasse, nicht durch Terroranschläge die Sicherheit des Staates und seiner Bürger zu gefährden.

Kritiker wiesen auf die Entscheidung des Obersten Gerichts Israels hin, das sich geweigert hatte, dem Mörder von Premierminister Yitzhak Rabin, Yigal Amir, die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

 

3. August 2017

Rente für Terroristen

Am 22. Juli drang ein Palästinenser in Halamish in ein Haus ein und tötete einen 70-jährigen jüdischen Mann und zwei seiner Kinder und verletzte seine 68-jährige Frau schwer. Unter den weltweiten Reaktionen war auch eine Verurteilung der Tat durch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. Israels Botschafter bei der UNO, Danny Danon, rief den Sicherheitsrat dazu auf, „diesen verabscheuungswürdigen Terroranschlag unverzüglich zu verurteilen“. Außerdem forderte er die Vereinten Nationen auf, „aktiv zu werden gegen die Palästinensische Autonomiebehörde, die Terroristen, die Israelis töten, lebenslang eine Rente ausrichtet“. Danon wies darauf hin, dass diese Rentenzahlungen an Terroristen oder ihre Angehörige 7 Prozent des jährlichen Budgets der PA ausmachen und 30 Prozent der Hilfszahlungen durch UNO-Mitgliedstaaten.

30.07.2017 Caspari Media Review

 

22. Juni 2017

Protest gegen messianischen Verlag

Anlässlich der Woche des Buches fanden in Jerusalem, Tel Aviv und Rishon LeZion vergangene Woche Buchmessen statt. Dass sich daran auch der messianische HaGefen-Verlag beteiligte, verärgerte jedoch orthodoxe Juden. Die Antimissions-Bewegung Yad LeAchim beschwerte sich offiziell bei der Polizei, nachdem sie auf der Buchmesse in Rishon LeZion den HaGefen-Verlag entdeckt hatte. Er bietet unter anderem eine Reihe mit dem Titel „Das Testament“ an, eine moderne Übersetzung der Bibel für israelische Jugendliche. Yad LeAchim sieht darin „Hetze und eine Aufforderung an Minderjährige, zu konvertieren“. Am meisten stört Gruppen wie Yad LeAchim dabei, dass solche Bücher nicht als „christlich“ zu erkennen sind. Sie akzeptieren nicht, dass messianische Juden ein Teil des jüdischen Volkes sind. HaGefen entgegnete, der Verlag sei bereits seit 42 Jahren als Non-Profit-Organisation in Rishon Le Zion registriert, und wies darauf hin, dass die kritisierte Reihe „Das Testament“ fast ausschließlich eine moderne Übersetzung der Bibel beinhaltet.

 

15. Juni 2017

Auserwählt und ausgegrenzt

„Auserwählt und ausgegrenzt: Der Hass auf Juden in Europa“ lautet der Titel eines Arte-Dokumentarfilms. Der Fernsehsender entschied, die Dokumentation zum Thema Antisemitismus nicht auszustrahlen und löste damit eine Debatte aus. Der Film wirft unter anderem Hilfswerken und linken Verbänden vor, Antisemitismus zu befördern. Die starke Kontroverse erklären sich Historiker unter anderem damit, dass der Film Antisemitismus nicht nur als Phänomen der Rechten begreift. Der Film wurde von Arte in Auftrag gegeben und vom WDR produziert – dann aber nicht ausgestrahlt. Aus formalen und redaktionellen Gründen, wie der deutsch-französische Sender mitteilte: Der Film verfehle das Thema und sei nicht ausgewogen. Nun ist der Film auf YouTube zu sehen, so dass man sich selbst eine Meinung bilden kann.

https://vimeo.com/221951374

 

8. Juni 2017

Diskriminierung?

Als Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im vergangenen Monat gegenüber US-Präsident Trump betonte, Israel sei der Glaubensfreiheit für alle Glaubensrichtungen verpflichtet, fragten sich wohl viele messianische Juden, die nach Israel einwandern möchten, wie ihr Glaube in dieses Bild von Demokratie und Toleranz passe. Denn vielen von ihnen wird das Recht auf Einwanderung wegen ihres Glaubens an Jeschua verweigert. Israel ermutigt zwar Juden in aller Welt zur Einwanderung und bietet ihnen viele Vergünstigungen für die ersten Jahre an. Doch Juden, die an Jeschua glauben, werden als „Christen“ betrachtet und verlieren ihr Recht auf die israelische Staatsbürgerschaft. Anspruch darauf hat, wer beweisen kann, jüdisch zu sein oder zumindest von einem jüdischen Großelternteil abzustammen.

Kehila News 05.06.2017

 

1. Juni 2017

Trockenheit in Israel

Der israelische Wetterdienst meldet, dass sich Israel in einem Trockenheitsjahr befindet, da in diesem Jahr erst 71 Prozent der durchschnittlichen Niederschläge für diesen Zeitraum gefallen sind. Da auch die Langzeitprognosen für den Norden Israels in den nächsten Jahren immer weniger Regenfälle vorhersagen, denkt die Wasserbehörde darüber nach, Millionen Kubikmeter von entsalztem Wasser in den See Genezareth zu pumpen, um ihn vor dem Austrocknen zu bewahren. Der Plan der Wasserbehörde hat zwei Haken: Erstens könnte das Wasser versickern, bevor es den See erreicht. Zweitens enthält das entsalzte Wasser keine Mineralien, und es ist noch kaum erforscht, welche Auswirkungen dies auf den See und seine Flora und Fauna hat.

 

24. Mai 2017

Günstigerer Kaffee für freundliche Kunden

Die israelische Café-Kette „Café Café“ senkte Anfang Mai den Preis für ihren Kaffee zum Mitnehmen von 8 Schekel (2 Euro) auf 6 Schekel (1,50 Euro) – verbunden mit einer Kampagne für respektvollen Umgang miteinander. Diese wirbt dafür, dass nur diejenigen Kunden den Kaffee günstiger erhalten, die bei der Bestellung „Bitte“ und „Danke“ sagen. Geschäftsinhaber Ronen Nimni will die Israelis damit zu einem höflicheren Umgangston ermutigen. Auf die Frage, ob die anderen Kunde wirklich mehr bezahlen müssen, meint er: „Nein, aber der Angestellte wird sie darauf hinweisen.“ „Café Café“ gehört mit 157 Filialen zu den größten Café-Ketten in Israel.

 

18. Mai 2017

Tourismus im April auf Rekordniveau

Der April 2017 hat dem Tourismus in Israel ein Allzeithoch beschert: 374’000 Besucher sind ins Land gekommen, die höchste jemals erreichte Zahl für einen Einzelmonat seit Staatsgründung.

Zwischen Januar und April 2017 haben 1,09 Millionen Übernachtungstouristen Israel besucht, 28% mehr als im selben Zeitraum 2016. Die Besucher kommen aus der ganzen Welt, die drei Länder mit den meisten Touristen in Israel sind bisher in diesem Jahr die USA, Russland und Frankreich; Deutschland liegt auf Platz vier. Das größte Wachstum verzeichnet der Tourismus aus China, das bisher noch auf Platz sieben liegt – in den ersten vier Monaten des Jahres 2017 hat sich die Zahl der chinesischen Touristen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt.

 

11. Mai 2017

Beeindruckende Vergebungsbereitschaft

Im ägyptischen Fernsehen wurde ein Interview gezeigt, in dem eine Reporterin mit der Witwe eines Mannes sprach, der bei einem der beiden Anschläge auf koptische Kirchen am Palmsonntag getötet worden war. Die Frau sagte, sie vergebe dem Täter. Unter Tränen erklärte sie: „Ich bin nicht wütend auf denjenigen, der das getan hat. [...] Ich bitte den Herrn, ihm zu vergeben und ihn zum Nachdenken zu bringen. Denke nach! Du wirst feststellen, dass wir dir nichts Falsches angetan haben. [...] Möge Gott dir vergeben, und wir vergeben dir auch. Glaube mir, ich vergebe dir.“

Diese Vergebungsbereitschaft bewegte den bekannten muslimischen Moderator der Sendung, Amr Adeeb, sehr. Er schwieg einige Sekunden, bevor er meinte: „Ägyptische Christen sind aus Stahl gemacht. Seit Hunderten von Jahren ertragen sie Grausamkeiten und Katastrophen. Die ägyptischen Christen lieben dieses Land innig. Die ägyptischen Christen ertragen alles um der Nation willen.“ Dann fügte Adeeb die Frage an: „Wie groß ist eure Vergebung? Wenn euer Feind wüsste, wie unglaublich groß eure Vergebung für ihn ist, würde er es nicht glauben. Wenn das mein Vater gewesen wäre, könnte ich das nie sagen.“ Im weiteren Verlauf hob der Moderator die Vergebungsbereitschaft der Christen hervor: „Diese Menschen haben so viel Vergebung – dies ist ihr Glaube und ihre religiöse Überzeugung. Diese Menschen sind aus anderem Stoff gemacht!“

https://vimeo.com/212755977

 

4. Mai 2017

Nur gut die Hälfte der Juden in Israel betrachtet sich als religiös

Zum israelischen Unabhängigkeitstag am vergangenen Dienstag präsentierte das Statistikamt aktuelle Zahlen: 8,68 Millionen Menschen leben in Israel, zehnmal so viele wie bei der Gründung 1948. Laut dem Statistikamt sind 6,48 Millionen der Israelis Juden (74,7 Prozent der Bevölkerung), 1,8 Millionen Israelis sind muslimische und christliche Araber (20,8%), knapp 390’000 Personen sind nicht-arabische Christen, Mitglieder anderer Religionen oder Konfessionslose. In Israel leben 183’000 Menschen mit ausländischer Nationalität. Seit dem vergangenen Unabhängigkeitstag ist die Bevölkerung um 159’000 Menschen gewachsen. Das ist eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent. Im vergangenen Jahr gab es im Land 174’000 Neugeborene, 30’000 Menschen sind eingewandert, 44’000 Menschen starben.

Die Mehrheit der jüdischen Israelis betrachtet sich als religiös: 9 Prozent sind ultra-orthodox, 11 Prozent religiös, 12 Prozent traditionell-religiös und 24 Prozent bezeichnen sich als „traditionell, aber nicht zu religiös“. 44 Prozent der Juden definieren sich als säkular lebend.

 

27. April 2017

Ausnahmen vom Ruhetagsgesetz

Am 19. April entschied das Oberste Gericht Israels, dass in Tel Aviv Geschäfte auch am Schabbat geöffnet haben dürfen. Das Gericht gestand den Stadtbehörden zu, für kleinere Geschäfte, die sich an eine mehrheitlich säkulare Kundschaft richten, eine Ausnahmebewilligung vom allgemeinen Ruhetagsgesetz zu gewähren. Vertreter religiöser Parteien kritisierten den Entscheid, weil er ihrer Ansicht nach jüdische Werte gefährde. Außerdem befürchten sie, das Verdikt könnte Signalwirkung auf das ganze Land haben. Ron Huldai, der Bürgermeister von Tel Aviv-Jaffa, hingegen zeigte sich befriedigt: „Wie ich schon vor vier Jahren sagte, war und bleibt unsere Stadt frei.“

 

20. April 2017

Familienfreundliche Maßnahmen angekündigt

Finanzminister Mosche Kahlon hat am Dienstag angekündigt, familienfreundliche Maßnahmen für Israel umsetzen zu wollen. Unter anderem sollen die Unterstützung für Nachmittagsbetreuung von Kindern ausgebaut, steuerliche Vergünstigungen für arbeitende Eltern und die Aufhebung der Mehrwertsteuer auf Babykleidung durchgesetzt werden. Das soll laut der Tageszeitung Yediot Aharonot die Lebenshaltungskosten der Israelis reduzieren. Der Schritt des Finanzministers war allerdings nicht mit Premierminister Benjamin Netanjahu abgestimmt. Auf der Pressekonferenz kündigte Kahlon auch an, die Steuer auf importierte Mobiltelefone und Schuhe abzuschaffen. Die Umsetzung dieses Planes soll jedes Jahr umgerechnet 200 Millionen Euro kosten. Das Haushaltsdefizit soll laut dem Finanzminister aber dadurch nicht belastet werden, da durch die Maßnahmen Mehreinnahmen durch die Einkommenssteuer zu erwarten seien.

 

7. April 2017

Deutscher Olympischer Sportbund streicht palästinensisches Förderprogramm

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) distanziert sich von einem Fußballförderprogramm für die palästinensischen Autonomiegebiete. Das vom Simon-Wiesenthal-Zentrum kritisierte Projekt für Nachwuchskicker steht in Verbindung mit einem Generalmajor, der einen zweifelhaften Ruf genießt. Ein deutscher Fußballtrainer sollte zur Jugendförderung in die palästinensischen Autonomiegebiete reisen. Für das Förderprogramm des DOSB war der deutsche Trainer Gert Engels vorgesehen, der zwei Jahre lang die Professionalisierung des Fußballs in den Autonomiegebieten vorantreiben sollte. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte dafür 400.000 Euro bereitgestellt. Engels hätte seinen Fokus vor allem auf die Jugendarbeit gelegt. Die deutsche „Tageszeitung“ meldete, der höchste Sportfunktionär der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Dschibril Radschub, sei gleichzeitig auch ein Generalmajor mit zweifelhafter Vergangenheit, dem Mord und Folter nachgesagt werden. Fußballspiele zwischen Israelis und Palästinensern lehne Radschub kategorisch mit der Begründung ab, dass die Israelis „Nazis“ seien.

29.03.2017 Israelnetz

 

30. März 2017

Messianische Juden und Christen gehören zusammen

Der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz hat sich bei seiner Frühjahrssitzung einstimmig hinter die Erklärung der württembergischen ChristusBewegung Lebendige Gemeinde zu Israel und zu messianischen Juden gestellt. Sie trägt den Titel „Die Wurzel trägt dich“. Zur Begründung erklärte der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, dass eine Ausgrenzung messianischer Juden, wie sie in weiten Teilen der Evangelischen Landeskirchen geschehe, und die Nicht-Zulassung zum Deutschen Evangelischen Kirchentag nicht länger still hingenommen werden dürfe. In der Erklärung selbst heiße es zu recht, dass die „Ausgrenzung messianischer Juden, ihrer Gemeinden und Organisationen“ eine „tiefe Verletzung ökumenischer Verbundenheit“ sei und „ein nicht hinnehmbarer Skandal“.

Die Erklärung im Wortlaut:

http://www.ead.de/uploads/media/2017-03-07_Christen_und_Juden_-_Erkla__rung_02.pdf

 

23. März 2017

Christlicher Sender „SAT-7“ verdoppelt Zuschauerzahl

Immer mehr Menschen im Nahen Osten empfangen christliches Fernsehen. Der christliche Fernsehsender „SAT-7“ hat die Zahl seiner wöchentlichen Zuschauer seit 2011 von etwa 11 Millionen auf inzwischen 21 Millionen erhöht. Diese Erhebung präsentierte der Nordeuropa-Direktor des Senders, Kurt Johansen. Die Zahl enthalte nicht die zwei 24-Stunden-Fernsehkanäle von „SAT-7“ in Türkisch und Persisch, die ebenfalls für ein großes Publikum zugänglich sind.

Die Zahlen sind das Ergebnis einer Befragung von 57’000 Haushalten im Nahen Osten einschließlich Saudi-Arabiens und Nordafrikas. „SAT-7“ sei ein Fernsehsender von Christen aus dem Nahen Osten und Nordafrika für die Christen in diesen Ländern. Dessen Ziel sei es, der christlichen Minderheit eine Stimme zu geben und in der arabischen Welt ausgewogen über Jesus, die Bibel und ihren Glauben zu informieren, erklärte Johansen.

16.03.2017 Israelnetz

 

16. März 2017

Gericht ordnet Entschädigung für messianisches Paar an

Kehila News

Ein israelisches Gericht hat die Eigentümer eines Hochzeitsaales dazu verurteilt, einem messianischen Paar 10'000 Schekel (2500 EUR) zu bezahlen. Der Grund: Sie hatten sich geweigert, dem Paar die Einrichtung zu vermieten, nachdem sie erfahren hatten, dass bei der Zeremonie aus dem Neuen Testament vorgelesen werden soll. Das Paar erzählte Kehila News, ein Angestellter habe den Kaschrut-Aufseher (Rabbi, der darüber wacht, dass in der Einrichtung alle religiösen Gebote eingehalten werden) mit den Worten zitiert, eine Hochzeit, bei der Bibelstellen aus dem Neuen Testament vorgelesen werden, „grenze an Terrorismus“, und „messianisches Judentum sei Götzendienst“.

Das Paar erklärte, die geringe Höhe der Entschädigung ärgere sie nicht. Ihnen sei wichtig, für die Rechte der messianischen Gläubigen einzustehen und die Situation für die Zukunft zu klären.

 

23. Februar 2017

Chinesische Tunnelbohrmaschine in Tel Aviv

In Tel Aviv wurde am Sonntag in 30 Metern Tiefe mit den Bohrarbeiten für die zukünftige U-Bahn begonnen. Die Arbeiten werden von einer chinesischen Firma ausgeführt, die auf den Bau von Untergrundbahnen spezialisiert ist. Die erste Strecke soll bis zum Jahr 2021 fertig gestellt werden. Die Kosten des Projekts liegen bei ungefähr 750 Millionen Euro.

 

9. Februar 2017

Raketen auf Eilat abgefangen

Das israelische Abwehrsystem Eisenkuppel hat am späten Mittwochabend drei Raketen abgefangen, die auf die Küstenstadt Eilat gefeuert wurden. Eine weitere Rakete schlug in unbewohntem Gebiet ein. Es entstand kein Sachschaden. Fünf Israelis erlitten jedoch Angstattacken; einer von ihnen kam deswegen in ein Krankenhaus.

Einige der Geschossteile fielen in den Swimmingpool eines Hotels. Die Touristenhochburg Eilat am Roten Meer ist derzeit gut besucht. Kurz nach dem Angriff teilte die Armee den Stadtbehörden mit, dass die Bürger wieder zur Routine zurückkehren können.

Laut Armeebericht wurden die Raketen auf der Sinaihalbinsel abgefeuert. Ägyptischen Medienberichten zufolge reklamierte die „Provinz Sinai“ des „Islamischen Staates“ den Angriff für sich. Die Terroristen kämpften bislang vor allem gegen Einrichtungen des ägyptischen Staates.

Israelnetz 09.02.2017

 

26. Januar 2017

Warmes Wasser vor Hadera zieht Haie an

Behörden in Nordisrael haben die Menschen dazu aufgerufen, auf das Tauchen im Mittelmeer nahe der Stadt Hadera vorerst zu verzichten. In dem Gebiet tummeln sich derzeit auffällig viele Schwarz- und Sandbankhaie. Laut israelischen Meereskundlern sind in den Monaten Dezember bis März bis zu 32 verschiedene Haiarten vor der israelischen Küste zu finden. Die Tiere zieht es in dieser Zeit vom kühlen Atlantik und dem westlichen Mittelmeer ins wärmere östliche Mittelmeer. Dutzende der bis zu drei Meter langen Haie halten sich derzeit im Wasser vor der Entsalzungsanlage von Hadera auf. Der israelische Fernsehsender „Kanal 2“ spricht von rund 150 Tieren. Die Anlage nutzt Meerwasser, um ihre Turbinen zu kühlen. Das durch den Vorgang erwärmte Wasser fließt ins Meer zurück. Die Wassertemperatur in dem Gebiet ist daher höher als in anderen Teilen des Mittelmeeres und bei den Tieren äußerst beliebt. Die erhöhten Temperaturen fördern zudem die Bildung von Plankton und kleinen Meerestieren, was die Haie mit Nahrung versorgt.

http://spon.de/vhscp

 

19. Januar 2017

Mehr Touristen als im Vorjahr

Rund 2,9 Millionen Touristen kamen im Jahr 2016 nach Israel, etwa 4 Prozent mehr als 2015. Mit 648’310 kamen die meisten Touristen 2016 aus den USA, wie das Wirtschaftsmagazin Globes berichtet. Rang zwei belegte Russland (440'358), gefolgt von Frankreich (287'450), Großbritannien (181’346) und Deutschland (164’076). Bis auf Frankreich sind die Zahlen in allen Ländern gegenüber 2015 gestiegen.

Tourismusminister Jariv Levin führt den Anstieg auf verstärkte Kampagnen seines Ministeriums zurück; man sei auf Veränderungen im Reiseverhalten eingegangen. Mittlerweile reisten etwa 60 Prozent der Israel-Urlauber individuell und nicht mehr mit organisierten Gruppen ins Land. Erstmals hat das Tourismusministerium zudem in Indien und China um Urlauber geworben. Das indische Magazin „Reise und Freizeit“ zeichnete Israel als bestes Reiseziel für Geschichte und Kulturerbe aus. Auch mehrere chinesische Medien kürten Israel als bestes Reiseziel 2016. Im April eröffnete Chinas größte private Fluggesellschaft Hainan zudem die Strecke Peking – Tel Aviv. Der Erfolg zeigte sich prompt: China war das Land mit dem meisten Zuwachs an Israel-Touristen (69 Prozent) gegenüber 2015.

 

12. Januar 2017

Häufigste Todesursache bei Soldaten: Suizid

Am vergangenen Sonntag veröffentlichte die israelische Armee Zahlen über die im vergangenen Jahr verstorbenen Soldaten. 2016 sind insgesamt 41 israelische Soldaten ums Leben gekommen. 15 von ihnen nahmen sich selbst das Leben. Damit ist die Selbsttötung Todesursache Nummer eins bei israelischen Soldaten. Vier Soldaten verloren ihr Leben bei Militäreinsätzen, neun starben bei Unfällen in ihrer Militärbasis. Weitere sieben Soldaten kamen bei Unfällen außerhalb ihres Dienstes ums Leben und sechs durch Krankheit oder aus medizinischen Gründen.

Alle Soldaten, die Suizid begangen haben, waren männlich. Bereits 2015 und 2014 nahmen sich laut einem Bericht der Onlinezeitung Times of Israel 15 Soldaten das Leben. Im Vergleich zum Vorjahr mit 36 toten israelischen Soldaten ist 2016 deren Zahl auf 41 gestiegen. Weitere 43 Soldaten wurden während des vergangenen Jahres schwer verletzt.

 

5. Januar 2017

Menora- und Kreuz-Felsgravur entdeckt

Hobbyhöhlenforscher haben im judäischen Hügelland in einer Zisterne einen in den Fels geritzten siebenarmigen Leuchter sowie ein Kreuz entdeckt. Sie informierten die israelische Altertumsbehörde, die die Gravuren nun untersucht. Die Menora habe eine Basis mit drei Füßen und entspreche dem symbolischen Leuchter des Jerusalemer Tempels vor 2000 Jahren, heißt es von der Altertumsbehörde. In der Nähe der Menora war auch ein Kreuz eingraviert. Dieses Kreuz sei erst nach der Gravur der Menora in den Stein geritzt worden, sagen Archäologen. Neben der Zisterne gebe es ein Kolumbarium mit Dutzenden Nischen, in denen in der Antike Tauben für Opferriten im Tempel gehalten wurden.

Sa'ar Ganor, Bezirksarchäologe der Altertumsbehörde in Aschkelon, erklärte, dass es in der Gegend viele Gebäude und Verstecke aus der Zeit ab dem Bar-Kochba-Aufstand im zweiten Jahrhundert nach Christus und bis zur byzantinischen Periode gebe. Wandgravuren einer Menora seien jedoch selten.