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Gottes Liebe zu Israel
Von Hanspeter Obrist
Am 31. Juli 05 feierten wir den Israelsonntag. Das ist eine gute Gelegenheit, sich über Gottes unermessliche Treue Gedanken zu machen.
In der Bibel sehen wir, dass
■ Gott Abraham und seinen Nachkommen einen außerordentlichen Segen verheißt (1. Mose 17,1- 8; 28,14; 5. Mose 7,6 -7).
■ Gott Jakob das Erbrecht am Land Israel verspricht (1. Mose 28,13).
■ wer Israel fluchen will, selbst dem Gericht verfällt (5. Mose 30,7).
Bileam musste bekennen: „Die dich segnen, sind gesegnet, die dich verfluchen, sind verflucht“ (4. Mose 24,9). Diese Aussagen zeigen auf, dass es nicht egal ist, was wir über Gottes erwähltes Volk denken. Wie wir mit Israel umgehen, prägt sogar unser eigenes Schicksal.
Segen oder Fluch
Israel hat sich oft gegen die Erwählung Gottes gestellt und sich mit anderen Göttern verbunden. Dies hatte zur Folge, dass Gott dieses Volk nicht zum Segen der Völker einsetzen konnte. So heißt es in Sacharja 8,13: „Wie ihr vom Haus Juda und vom Haus Israel ein Fluch unter den Nationen gewesen seid, so werde ich euch retten, und ihr werdet ein Segen sein.“ Doch Gott hat sogar dieses ablehnende Verhalten des jüdischen Volkes zum Segen für die Nationen werden lassen (Röm. 11,11).
Das Unglück der Juden
Israel lehnte Gottes Gnade im verheißenen Neuen Bund durch den Messias (Jer. 31,31-33) ab und erlebte die Zerstreuung unter alle Nationen (5. Mose 30,1-3). Paulus schreibt, dass Gewaltiges geschehen wird, wenn Israel den Messias annimmt (Röm. 11,15). Doch wie sollen die Menschen ihn annehmen, wenn ihnen niemand die gute Nachricht auf eine für sie verständliche Weise bringt (Röm. 10,14)? Nach Paulus sollen die Nationen die Juden zur Eifersucht reizen. Die Juden sollen auf die Gottesbeziehung der Christen eifersüchtig werden (Röm. 10,19; 5. Mose 32,21). Tatsächlich waren aber die „Christen“ bis heute eher das Unglück der Juden. „Christliche“ Herrscher ließen die Juden verfolgen und töten.
Statt für Christus zu werben, haben sich die „christlichen“ Völker von den Lehren Jesu entfernt und dadurch viel Leid erzeugt. – Doch Gott hat sein Volk nicht aufgegeben.
Um meines Namens Willen
Gott lässt das Volk, das er einmal erwählt hat, nicht untergehen, weil er treu ist und zu seinen Versprechen steht. In 3. Mose 26,44 versprach Gott: „Auch dann, wenn sie im Lande ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht verachten, ihnen nicht den Garaus machen, meinen Bund mit ihnen nicht brechen.“ Und in Hesekiel 36,22- 23 steht: „Nicht um euretwillen tue ich es, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Nationen, wohin ihr gekommen seid. Und ich werde meinen großen Namen heiligen, der entweiht ist unter den Nationen, welchen ihr entweiht habt, in ihrer Mitte. Und die Nationen werden erkennen, dass ich der HERR bin, spricht der Herr, wenn ich mich vor ihren Augen an euch als heilig erweise.“
Gott kommt zum Ziel
Gott wirbt um Israel und geht ihm nach. Nicht weil dieses Volk etwas Besonderes wäre, sondern damit sein Name sich vor aller Augen als heilig erweist. Gott kommt mit Israel, wie auch mit uns, zu seinem Ziel – auch über Umwege. Das sehen wir in der Geschichte Israels bei Mose, als das Volk nochmals 40 Jahre in der Wüste bleiben musste, weil es ihm an Vertrauen mangelte. Wir dürfen gespannt sein, wie Gott sich an Israel verherrlicht.
Was mich fasziniert:
Gott ist treu. Er steht zu seinem Wort. Er hat Israel als Volk bewahrt.
Gott fordert Rechenschaft. Das Wohl Israels lässt sich nicht von seiner Beziehung zu Gott trennen. Schon zu biblischen Zeiten erfuhr Israel Schwierigkeiten, wenn es die Beziehung zu Gott vernachlässigte.
Gott segnet. Gott sucht Menschen, die er segnen und zum Segen einsetzen kann. Wir sind herausgefordert, im ständigen Hören auf Gott seinen Willen zu tun.
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