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Israel College of the Bible,
Jerusalem und Netanja

 

Das Israel College of the Bible in Jerusalem wurde 1990 gegründet und ist die theologische Ausbildungsstätte für alle hebräisch, russisch und äthiopisch sprechenden messianischen Juden. Das College wird von fast allen Gemeinden des Landes anerkannt.

 

Zur Homepage des Israel College of the Bible (Englisch).

 

Rundbrief Sommer 2007

 

Liebe Freunde,

wir grüssen Sie herzlich aus Israel. Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken, erinnern wir uns an einen turbulenten Sommer mit dem Krieg im Norden Israels und den großen Veränderungen am Israel College of the Bible (ICB). Es war nicht leicht, das Studienjahr im Herbst im gewohnten Rahmen zu beginnen. Mit Gottes Hilfe und dem großen Einsatz unserer Mitarbeiter und Dozenten erlebten wir jedoch einen erfolgreichen Start ins Studienjahr. Wir haben rund 20 internationale Studenten, die auf unserem Gelände in Jerusalem studieren, und 45 israelische Studenten in Netanja (lesen Sie mehr darüber auf den Seiten 2 und 3).

Die Stimmung unter den Dozenten und Studenten ist sehr positiv. Wir freuen uns über geistliches Wachstum. Dies zeigt sich an beiden Orten im Engagement der Studierenden, sich frühmorgens zu Gebetszeiten zu treffen und einander und anderen Menschen zu dienen.

 

Gottes Fürsorge, die wir in den vergangenen Monaten erlebt haben, hat uns ermutigt. Wir sind so dankbar für seine Treue. Wir konnten allen finanziellen Verpflichtungen des ICB nachkommen. Wir danken Gott und allen von Ihnen, die dazu beigetragen haben. Auch wir haben unseren Beitrag geleistet und mit schmerzlichen Einschränkungen die Ausgaben verringert. Dafür war es auch nötig, die Zahl der Angestellten zu verkleinern. In den ersten Wochen fühlten wir uns deutlich unterbesetzt, doch auch dafür hat Gott eine Lösung geschenkt. Lesen Sie auf Seite 4 mehr über Liz, die uns in verschiedener Weise hilft.

 

Was gibt es nun über die Zukunft des ICB zu sagen? Nachdem sich die aktuelle Situation des ICB stabilisiert hatte, traf sich der Vorstand des ICB, zu dem nationale Leiter und Pastoren gehören. Wir beteten und diskutierten, was die weiteren Ziele des ICB sein sollen. Gemeinsam wuchs in uns wieder die Überzeugung, wie wichtig es ist, in Israel eine nationale höhere Ausbildungsstätte für messianische Juden anzubieten, an der die nächste Generation von Leitern ausgebildet werden kann. Dies ist zurzeit schon ein bedeutendes Bedürfnis, und es wird in der Zukunft noch zunehmen. Daher sahen wir uns von Gott geführt, uns wieder verstärkt auf die ICB-Programme für Israelis zu konzentrieren.

 

Dabei gibt es noch einige Herausforderungen, die vor uns liegen. Als Erstes müssen wir israelische Gläubige, vor allem auch unsere eigenen Studienabgänger, ermutigen, weiterführende Studienabschlüsse anzustreben, um dann als Dozenten am ICB tätig sein zu können. Zurzeit sind je ein ICB-Absolvent in Großbritannien und den USA an einer Doktorarbeit. Auch unter den derzeitigen Studenten am ICB gibt es verheißungsvolle junge Männer und Frauen. Vielleicht werden Einzelne von ihnen von Gott in eine Lehraufgabe an unserem College berufen.

Eine andere Herausforderung besteht darin, ein eigenes Studiengelände zu finden. Wir sind zwar sehr dankbar für die Räume, die wir zurzeit in Jerusalem und Netanja benutzen können. Doch bei beiden ist diese Nutzung zeitlich begrenzt. Deshalb suchen wir Gottes Führung in Bezug auf einen eigenen zentral gelegenen Campus. Bitte beten Sie mit uns in dieser wichtigen Frage.

 

Wir als Dozenten und Mitarbeiter wollen in unserem Dienst am ICB Gott treu bleiben bis zum Tag, wenn „die Berge von süßem Wein triefen und die Hügel von Milch fließen, und alle Bäche in Juda voll Wasser sein werden. Und es wird eine Quelle ausgehen vom Hause des HERRN, die wird das Tal Schittim bewässern. ... Aber Juda soll für immer bewohnt werden ... Und der HERR wird wohnen zu Zion“ (Joel 4,18-21).

Das Potential für den Dienst des ICB in Israel und der ganzen Welt sind riesig.

 

 

Der Campus von Netanja

Wenn man der mit Palmen gesäumten Straße durch Netanjas neues Industriequartier folgt, würde man nicht denken, dass zwischen chemischer Reinigung, Poststelle und Ikea in einem der Gebäude auch die messianische Gemeinde Beth Asaph und das Israel College of the Bible untergebracht sind.

Das ICB war 1990 gegründet worden mit dem Ziel, Leiter zum Dienst in den Gemeinden auszubilden und das einzigartige Verständnis für die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens zu fördern. Seither hat das ICB einige Veränderungen erfahren, doch die Vision ist die gleiche geblieben. Das ICB zeichnet sich dadurch aus, dass es die einzige akkreditierte Bibelschule in Israel ist. Es ist unabhängig von bestimmten Denominationen und nimmt Studenten aus den verschiedensten Richtungen auf. Wichtige Entscheidungen werden durch einen achtköpfigen Vorstand getroffen, der aus bekannten israelischen gläubigen Leitern besteht.

 

Das College finanziert sich durch die Studiengebühren der Studenten sowie durch Spenden von Werken und Einzelpersonen aus Israel und der ganzen Welt.

Aktuell studieren 45 israelische Studenten in Netanja, wo die Vorlesungen in Hebräisch gehalten werden. Studenten und Dozenten bestehen aus Israelis, die in Israel geboren sind, und Einwanderern. Neben dem Studium am ICB sind die Studenten auch in ihren Gemeinden aktiv.

 

Die Studenten des ersten Studienjahres haben in diesem Semester folgende Fächer: Theologie, Kinder- und Jugendarbeit, Einführung ins Neue Testament und Auslegung der Bibel. Im zweiten Jahr beschäftigen sich die Studierenden mit Ethik und aktuellen Themen, jüdischer Kultur und Philosophie, Kinder- und Jugendarbeit (Teil 2) und der Zeit des Zweiten Tempels.

Im Unterricht von Professor Shoshani über die fünf Bücher der Tora (fünf Bücher Mose) spürt man eine lockere und doch sehr lernbegierige Atmosphäre. Nach einigen Sätzen des freundschaftlichen Austausches mit den Studierenden beginnt die Dozentin die Stunde mit einem Gebet. Vor jedem Studenten stehen ein Laptop oder/und ein Stapel Bücher. Es herrscht eine gespannte Aufmerksamkeit und aktive Beteiligung an den Diskussionen.

In einem anderen Zimmer findet man eine Klasse, die sich gerade mit „Theologie (Teil 1)“ beschäftigt. Auch hier sind die Studenten in eine Diskussion mit dem Dozenten vertieft. Es geht um die Spannung, als Gottes Kinder Teil eines Königreiches zu sein, das existiert, aber noch nicht vollständig errichtet worden ist.

In den Pausen entspannen sich die Studenten, indem sie eine Runde Tischfußball spielen, an der frischen Luft draußen die Sonne genießen oder einen Snack essen, den sie sich in der Gemeinschaftsküche zubereitet haben. Im Allgemeinen ist die Stimmung sehr positiv und fördert so das geistliche Wachstum.

Neben dem Campus für die israelischen Studenten gibt es in Jerusalem den Campus für die internationalen Studenten. Zurzeit sind das etwa 20. Ihr Unterricht findet auf Englisch statt. In den vergangenen Jahren haben dort schon Studenten aus allen Kontinenten studiert.

 

Das ICB nimmt seinen Auftrag, junge, überzeugte Gläubige auf ihren Dienst in Israel und im Rest der Welt vorzubereiten, sehr ernst. Wir wollen die Menschen ausbilden, damit sie das Evangelium möglichst wirksam weitergeben können.

Für alle, die am ICB studieren, unterrichten oder in anderer Weise mitarbeiten, ist es ein Vorrecht, einen kleinen Teil zur Erfüllung der Verheißung beizutragen: „Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem“ (Jes. 2,3b).

 

 

Asis Geschichte

1990 kam der ICB-Student Asi als Einwanderer aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Er floh mit seiner Mutter nach Israel, als er erst sieben Jahre alt war. Die beiden folgten Asis Vater, der schon früher nach Israel ausgewandert war. Asis jüngere Brüder wurden beide in Israel geboren. Weil Asi noch sehr jung war, konnte er sich vollständig in die israelische Gesellschaft integrieren und unterscheidet sich in Bezug auf Sprache und Kultur kaum von in Israel geborenen Mitstudenten.

Als Asi noch als kleiner Junge in Äthiopien lebte, betete eine gläubige Frau aus der Nachbarschaft ohne das Wissen seiner Mutter mit ihm. Als Folge davon begann Asi schon mit drei Jahren zu glauben. Als seine Mutter später entdeckte, was hinter seinem „Geheimnis“ steckte, verbot sie ihm, weiterhin zur Nachbarin zu gehen. Einige Zeit später kam Asis Mutter selbst mit der Nachbarin ins Gespräch. Diese gab auch ihr die Gute Nachricht weiter, was dazu führte, dass auch Asis Mutter gläubig wurde. Wenig später begann auch der Rest der Familie an Jesus zu glauben. (Asis Vater wandte sich leider wieder vom Glauben ab, als er von seinem Vater vor die Wahl zwischen Jesus und ihm gestellt wurde.)

Asis weitere Verwandtschaft glaubt leider noch nicht an Jesus. Im Gegenteil, sie finden, dass die gläubigen Familienangehörigen Schande über sie bringen, wenn sie ihren Glauben an Jesus bezeugen. Sein Großvater, seine Tanten und Onkeln wollen das Evangelium nicht hören. Doch unter seinen äthiopisch-israelischen Freunden hat Asi immer wieder die Möglichkeit, von seinem Glauben zu erzählen.

Zum Beispiel, wenn sie den Namen „Jeschu“ verwenden, den abschätzigen Namen für Jesus, der bedeutet „der Name, der ausgelöscht werden soll“. Dann erklärt ihnen Asi, dass der richtige hebräische Name „Jeschua“ ist, was Rettung bedeutet. So kann er die Diskussion auf eine breitere Basis stellen. Seine Freunde sind normalerweise reserviert und wollen nicht über dieses Thema sprechen. Doch Asi wird mit seinem ernsthaften Glauben respektiert.

 

Asi ist im zweiten Studienjahr als Vollzeitstudent am ICB. Sein Ziel ist ein Bachelor in Biblischen Studien. Er ist dankbar für die einzigartige Möglichkeit, bei bewährten, gläubigen Professoren die Bibel studieren zu können. Er betrachtet die Rolle des ICB im Leib Jesu in Israel als zentral. Die Methoden, die er am ICB gelernt hat, wendet er auch für sein persönliches Lernen und das geistliche Wachstum an.

Asis Pläne für die Zeit nach dem Studium sind noch nicht ganz klar. Er möchte weiterhin in seiner Gemeinde mitarbeiten. Daneben ist er offen, welche Aufgabe Gott ihm geben wird.

 

 

Ehrenamtliche Mitarbeit am ICB

Liz McLeod wurde in St. Paul, Minnesota/USA, als eines von sieben Kindern geboren. Wie ihre Eltern glaubte sie, dass Gott nicht existiert. Mittlerweile glaubt sie jedoch schon seit 25 Jahren an Jesus und hat mit Unterbrüchen schon drei Jahre in Israel gelebt.

Während ihrer Zeit in Israel hat sie sich gute Hebräischkenntnisse angeeignet und die Sprache schon bei verschiedenen Gelegenheiten unterrichtet. Über die Jahre hat Gott ihr immer wieder Türen geöffnet, um in ihrer Heimatstadt in jüdischen Geschäften und Institutionen mitzuarbeiten.

Zurzeit hat Liz die Berufung, dem ICB als ehrenamtliche Mitarbeiterin zu dienen. Daneben arbeitet sie als freiberufliche Künstlerin und Grafikerin, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Ihr Einsatz am ICB begann im vergangenen Jahr, als sie im Juli 2006 zu einer Hochzeit nach Tel Aviv eingeladen wurde. Nachdem sie darüber gebetet hatte, ob sie der Einladung folgen sollte, hatte sie den Eindruck, dass sie nicht nur zur Hochzeit reisen, sondern ihren Aufenthalt in Israel noch verlängern sollte, um den Gläubigen im Land zu helfen. Als im Juli der Krieg mit der Hisbollah ausbrach, war die Versuchung groß, das Land zu verlassen. Doch der Blick zurück auf ihren Weg in diese Arbeit am ICB zeigte ihr, dass Gott den Überblick über alles behielt. Er hatte schon um diesen Krieg gewusst, als er sie nach Israel schickte. Deshalb blieb sie im Land.

Liz arbeitet am Empfang des ICB. Sie beantwortet telefonische Anfragen, gibt Besuchern Auskunft und vieles mehr. Ihr Gesicht ist das Erste, das Gäste am ICB sehen. Ihre Aufgaben fallen in den Bereich der Verwaltung und der Unterstützung der Mitarbeiter.

Von all ihren Aufgaben mag Liz es am liebsten, für Botengänge in Jerusalem unterwegs zu sein. Dies gibt ihr die Möglichkeit, die verschiedenen Winkel der Stadt besser kennen zu lernen. Außerdem scheint ihr die Büroarbeit wesentlich leichter, als Siebt- und Achtklässler zu unterrichten, wie sie es in den Jahren zuvor getan hatte. Sie schätzt die anderen Mitarbeiter, die sie als überzeugte Gläubige und authentische Persönlichkeiten kennen gelernt hat.

Ein typischer Arbeitstag von Liz beginnt morgens um 8 Uhr. In den folgenden acht Stunden kommen Besucher, Studenten und Mitarbeiter mit allerlei Anfragen zu ihrer Theke, und sie versucht, allen irgendwie zu helfen. Sie hilft mit, Ausflüge zu planen und zu buchen, erledigt Arbeiten am Computer wie das Schreiben von Briefen, Vorbereiten von Rundbriefen, Aktualisieren von Adressdateien, Entwerfen von Handzetteln etc.

 

Wir freuen uns sehr, dass Liz hier bei uns ist, und glauben, dass Gott sie für ihren Liebesdienst reich segnen wird.

 

 

Das ICB stellt ein neues Programm vor:

Ein Jahr in Israel

Dieses Programm wird erstmals im Studienjahr 2007/2008 durchgeführt und bietet:

- Bibelstudium an den Originalschauplätzen

- Die jüdischen Wurzeln des Neuen Testaments und des christlichen Glaubens kennen lernen

- Unterricht über biblische und messianische Themen bei erfahrenen Lehrern

- Anrechenbare Studienpunkte (Credits) erhalten

- Eine örtliche messianische Gemeinde besuchen und dort mitarbeiten

 

Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des ICB:
www.israelcollege.com

 

 

Wie können Sie helfen?

Das Israel College of the Bible finanziert sich sowohl aus den Studiengebühren der Studenten als auch aus Spenden von Organisationen und Privatpersonen aus der ganzen Welt. Wir schätzen jede Gabe und freuen uns darüber. Kein Betrag ist zu groß oder zu klein.

Wenn Sie sich als Partner an unserem Auftrag beteiligen möchten, können Sie dies über die amzi tun.

 

 

Israel College of the Bible

P.O. Box 32145

91320 Jerusalem

Israel

 

Tel. +972 2 622 1559

Fax +972 2 622 1580

registrar@israelcollege.com

www.israelcollege.com

 

Konto amzi Schweiz:

amzi, Postfach, 4153 Reinach

PC: 40-33695-4

Vermerk: ICB 200

 

Konto amzi Deutschland:

amzi, Hauinger Straße 6, 79541 Lörrach

Sparkasse Lörrach (BLZ 68350048): Kto. 1-017.730

IBAN: DE15 6835 0048 0001 0177 30; BIC: SOLADESILOE

Vermerk: ICB 200