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Die jüdischen Feste auf einen Blick

 

Von Ueli Stettler und Catherine Meerwein

Die jüdischen Feste dienen dazu, dass sich Gottes Volk Jahr für Jahr daran erinnert, wie Gott es versorgt, geführt und geheilt hat. Auch Jesus, die Apostel und die ersten Gemeinden feierten diese Feste (Luk. 2,41ff; Matth. 26,17ff; Joh. 7; Apg. 2,1). Sie weisen auf Gottes Erlösungsplan und auf Jesus als den Messias Israels hin, von seinem Sterben bis zur Errichtung des messianischen Königreichs.

 

Die vier Frühlingsfeste sind eng miteinander verbunden. Das Passahfest, das Fest der ungesäuerten Brote, das Fest der Erstlingsfrüchte und das Wochenfest (Schawuot) finden ihre Erfüllung im ersten Kommen des Messias und des Heiligen Geistes. Die biblischen Herbstfeste Rosch HaSchana, Jom Kippur und Sukkot weisen hingegen auf die Ereignisse bei der Wiederkunft Jesu hin.

 

Pessach – das Passahfest (Karfreitag und Ostern)

Das Passahfest beginnt mit dem Sederabend. Verschiedene Speisen erinnern daran, wie der Engel des Herrn vor dem Auszug aus Ägypten die Erstgeburt der Israeliten verschonte: Ein Lammknochen erinnert an das geschlachtete Lamm, die Mazzen (ungesäuertes Brot) an den schnellen Auszug, die Bitterkräuter an das harte Leben in Ägypten.

Während des Passahmahls setzte Jesus das Abendmahl und den Neuen Bund ein. In seinem Tod ist das Passahfest erfüllt, weil er als das geopferte Passahlamm unsere Sünden trug (Jes. 53; Joh. 1,29.35.36).

 

Nach dem Sederabend beginnt das Fest der ungesäuerten Brote (3. Mose 23,6-8). Während sieben Tagen darf nichts gegessen werden, was Sauerteig enthält, da dieser als unrein gilt und ein Zeichen der Sünde ist. Durch die Sündlosigkeit des Opfers Jesu wurde dieses Fest erfüllt (Heb. 9,11 - 10,18).

 

Das Fest der Erstlingsfrüchte: Während des Festes der ungesäuerten Brote werden am Tag nach dem Schabbat die ersten Früchte der Gersten- oder Getreideernte Gott dargebracht. Es ist das erste von drei Erntedankfesten im Jahr.

Dieses Fest ist ein Typus der Auferstehung Jesu als „Erstling“ aus den Toten (1. Kor. 15,20-23).

 

Schawuot – das Wochenfest (Pfingsten)

Schawuot soll sieben Wochen nach Pessach, am 50. Tag, gefeiert werden (5. Mose 16,9-10). Von der Weizenernte wurde im Tempel ein Dankopfer dargebracht. Zwei Brote aus gesäuertem Teig wurden vor Gott geschwungen: Dies ist ein Bild für die Gemeinde aus Juden und Nichtjuden.

An diesem Fest (Pfingsten) wurde der Heilige Geist ausgegossen, woraus Gottes Gemeinde aus Juden und Nichtjuden entstand. So fand das Fest seine messianische Erfüllung.

Nach rabbinischer Überlieferung offenbarte sich Gott dem jüdischen Volk an Schawuot am Sinai durch die Gabe der Tora. Auch diese Bedeutung des Festes wurde an Pfingsten durch die Ausgießung des Heiligen Geistes erfüllt: Gott schrieb sein Gesetz durch den Geist in die Herzen der Glaubenden.

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Rosch HaSchana – das Fest der Posaunen

Das Fest der Posaunen bildet den Auftakt zu den Herbstfesten. Das Schofar (Widderhorn) ertönt zu einem Weckruf: In einer zehntägigen Einkehrzeit soll jeder prüfen, wie er zu Gott und zu seinem Nächsten steht. Seit dem babylonischen Exil wird an diesem Tag auch der Beginn des neuen Jahres gefeiert. Als Zeichen der Hoffnung, vor Gott bestehen zu können, werden Äpfel in Honig getaucht, und man wünscht sich ein gutes und süßes Jahr.

 

Jom Kippur – der Versöhnungstag

Die Zeit der Umkehr findet an Jom Kippur mit Gebet und Fasten ihren Höhepunkt. Im Tempel wurde ein Ziegenbock für die unerkannten Sünden des ganzen Volkes geopfert (3. Mose 16; Hebr. 9,7). Mit dem stellvertretenden Opfertod Jesu ist dieser Tempel-Opferdienst erfüllt worden. Messianische Juden beten an Jom Kippur in besonderer Weise um die Errettung des jüdischen Volkes. Wenn auch jetzt schon viele einzelne Juden zum Glauben an den Messias finden, so wird die Versöhnungstat Jesu erst bei seiner Wiederkunft von ganz Israel anerkannt werden (Sach. 12,10; Röm. 11,25-26; Offb. 1,7).

 

Sukkot – das Laubhüttenfest (Erntedankfest)

Die Juden bauen bis heute Laubhütten zur Erinnerung an Gottes Versorgung während der Wüstenwanderung. Während acht Tagen wird in der Laubhütte ein fröhliches Fest gefeiert, auch als Erntedankfest. Es findet seine messianische Erfüllung, wenn Israel als ganzes unter der Herrschaft des Messias Jesus lebt und das messianische Königreich von Jerusalem ausgehend aufgerichtet wird (Sach. 14,16-19).

 

Das Chanukka- und das Purimfest gehören auch zur jüdischen Tradition, sind von Gott in der Tora aber nicht angeordnet worden.

 

Chanukka ist das achttägige Lichterfest im Dezember. Es erinnert an das Ölwunder bei der Wiedereinweihung des Tempels nach der Entweihung durch die Griechen 164 v. Chr. (1./2. Buch der Makkabäer). Anstatt einen Tag wie erwartet, brannte das restliche Öl im Leuchter ganze acht Tage lang. Deshalb wird auf dem Chanukka-Leuchter acht Tage lang je eine Kerze mehr angezündet. Messianische Juden erinnern sich, dass der Messias das wahre Licht der Welt ist.

 

Purim, das Losfest, gründet sich auf eine Geschichte im Estherbuch (9,17ff.), als die geplante Vernichtung des jüdischen Volkes abgewendet wurde.

 

 

Das Geheimnis der Sederfeier

 

Schawuot

 

Schawuot - die Überraschung, die keine war Weshalb ereignete sich die Ausgießung des Heiligen Geistes ausgerechnet dann?

 

Jom Kippur

 

Chanukka

 

 

 

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Ein Team der Technischen Universität Haifa erinnert auf kreative Art an den Auszug aus Ägypten

https://youtu.be/baQfqoZrEvI