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Israel – Botschafter Gottes

 

Von Jonathan Goldberg, bearbeitet von Hanspeter Obrist

Israel wurde dazu auserwählt, Gottes Botschafter zu sein. Als Gott Abraham aus Ur berief, diente diese Berufung nicht nur dazu, ihn und seine nachfolgende Generation zu segnen, sondern durch ihn sollten auch alle Völker der Erde gesegnet werden. Gottes Plan ist es, alle Menschen zu retten. Er liebt alle Menschen. Aber er erwählte das jüdische Volk dazu, sein Werkzeug bei der Verbreitung der Botschaft des Glaubens an ihn unter allen Menschen zu sein. Israel versäumte es allerdings immer wieder, dieser Aufgabe nachzukommen. In 1. Mose 12,3 lesen wir: „In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“ Das ist der ursprüngliche Ruf an Abraham. Wir sehen in der Bibel weitere Bestätigungen dieser Berufung an Gottes Volk, etwa in der Aufforderung, ein priesterliches Königreich zu sein (2. Mo. 19,6) und allen Völkern Gottes Tun zu verkünden (Ps. 105,1; Jes. 12,4).

 

Als Jude für die Nichtjuden

Warum hatte Satan es immer wieder darauf abgesehen, dieses Volk auszulöschen? – Weil Israel eine Schlüsselrolle in Bezug auf die Errettung der Nationen innehat. Paulus hatte eine Leidenschaft für das jüdische Volk (Röm. 9,1-5), obwohl er von Gott als Apostel für die Nichtjuden berufen worden war.

Stellen Sie sich einmal vor, ein orthodoxer, religiöser Jude findet zum Glauben an Jesus. Er kommt aus einer religiösen Familie und könnte nicht jüdischer sein. Er kennt die Sprache, die Kultur und die Traditionen. Eines Tages aber fängt er an, eine messianische Gemeinde zu besuchen. Was würde wohl deren Pastor denken? „Das ist doch die ideale Person, um Juden zu erreichen.“ Doch Gottes Gedanken sind nicht immer unsere Gedanken. Gott berief Paulus, einen zutiefst religiösen Juden, und sandte ihn ausgerechnet zu den Nichtjuden.

 

Nichtjuden für die Juden

Paulus erkannte etwas ganz Spezielles in seiner Berufung. Er verstand, dass die Nichtjuden wichtig sind für die Rettung der Juden. Oft begegnet mir die Haltung, das Evangelium könne Juden nur durch ihresgleichen gebracht werden. Paulus war anderer Meinung. Wann immer er, wie uns in der Apostelgeschichte berichtet wird, in eine Stadt kam, führte ihn sein Weg zuallererst in die dortige Synagoge, etwas, was für ihn als Jude ganz natürlich war. Allerdings lesen wir auch, dass diese Besuche meist damit endeten, dass er hinausgeworfen wurde. Und wohin ging er dann? In das Zentrum, zum Markt oder zum Fluss, wo er das Evangelium vor Nichtjuden predigte und erlebte, dass sie gläubig wurden. So wurden die Juden eifersüchtig.

Diese Strategie hatte Paulus nicht selbst erfunden, sie ist bereits bei den Propheten des Alten Testaments zu finden. Gott hatte schon lange zuvor gesagt, dass er sein Volk eifersüchtig machen wolle durch ein Volk, das nicht sein Volk sei (5. Mo. 32,21).

Wo sind die Nichtjuden, die Juden ihren Glauben vorleben und sie auf diese Weise eifersüchtig machen? Nur wer den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und den jüdischen Messias kennt, ist dazu in der Lage.

 

Juden für die Nichtjuden

Im Römerbrief 11,11-15 sehen wir die Vision von Paulus für sein Volk. Paulus war ein Mann, der von Gott als Apostel für die Nichtjuden berufen wurde. Doch wie konnte sein Dienst unter ihnen erweitert werden? Indem Juden Jeschua als ihren Messias erkennen würden. Dann würden die Nichtjuden und die ganze Welt eine Erweckung erleben.

Es ist gut, wenn uns die geistliche Not unseres eigenen Landes, in der Schweiz oder in Deutschland, am Herzen liegt. Doch wenn wir unseren Dienst ausweiten möchten, dann sollten wir dafür beten, dass Israel zu Jeschua umkehrt. Denn die Errettung Israels wird, nach Paulus in Römer 11,15, wie eine Totenauferweckung (Leben aus den Toten) sein. Paulus’ Fazit daraus war, dass er das Evangelium unter den Nichtjuden predigen musste, um sein Volk eifersüchtig zu machen und sie so für Jeschua zu gewinnen. Dadurch sollte letztlich die ganze Welt die Gute Nachricht hören und auf Gott vertrauen.

 

Füreinander und miteinander

So wollen wir einstehen für jüdische Menschen, damit sie die Gute Nachricht von ihrem Messias Jeschua, ihrem Friedefürsten, hören. Für Israel wird es nicht leichter werden, sondern noch viel schwerer, bis es sich seinem Messias und Gott zuwendet. Deshalb soll unser Gebet sein, dass Israel umkehrt und seine von Gott gegebene Berufung erkennt. Wenn die messianischen Gemeinden Menschen in alle Welt senden, um das Evangelium zu verkündigen, wird das ein Segen sein für Israel, für die Gemeinde und alle Völker.

 

 

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